Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Der Krieg im Jemen wird auch mit deutschen Waffen geführt

„Waffenexporte aus Deutschland tragen zu der humanitären Katastrophe im Jemen bei. Ursachen von Flucht und Vertreibung werden hier von der Bundesregierung nicht bekämpft sondern mittelbar verschärft.“ Diesen Vorwurf erhebt Prälat Dr. Martin Dutzmann, der evangelische Vorsit- zende der GKKE.

Strafgerichtshof kann das Führen eines Angriffskriegs ahnden

Den Haag (epd). Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag kann in Zukunft hochrangige Politiker und Militärs für das Führen eines Angriffskriegs verfolgen. Die Vertragsstaaten des Gerichts entschieden in der Nacht zum Freitag in New York, die Zuständigkeit um das Verbrechen der Aggression zu erweitern.

Nachbarn statt Feinde

Kampala (epd). Joseph Amani blickt auf seine alte Schule, die jetzt seine Kinder besuchen. Auf einem Stuhl, den der Direktor ihm geliehen hat, sitzt er auf dem staubigen Hof im Schatten einer Akazie. "Als ich hier in Uganda zur Schule ging, waren meine Eltern mit mir vor den Kämpfen mit dem Norden geflohen", sagt der Südsudanese nachdenklich.

Sipri-Institut: Weltweite Waffenverkäufe nehmen wieder zu

Stockholm (epd). Internationale Rüstungsunternehmen verkaufen wieder mehr Waffen: Erstmals seit 2010 sind die Umsätze der 100 weltweit größten Rüstungsunternehmen gestiegen. Im vergangenen Jahr veräußerten die Waffenhersteller Rüstungsgüter und militärische Dienstleistungen im Wert von 374,8 Milliarden US-Dollar, wie das Friedensforschungsinstitut Sipri in Stockholm mitteilte.

Anti-Atomwaffen-Kampagne mit Friedensnobelpreis ausgezeichnet

Oslo (epd). Die "Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen" (Ican) ist am Sonntag mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.  Ican-Direktorin Beatrice Fihn und die Hiroshima-Überlebende Setsuko Thurlow nahmen den mit umgerechnet 945.000 Euro dotierten Preis bei einer feierlichen Zeremonie in Oslo entgegen.

Ican: Solange es Atomwaffen gibt, sind wir in Gefahr

Oslo (epd). Einen Tag vor der feierlichen Verleihung des Friedensnobelpreises hat die "Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen" (Ican) weitere internationale Unterstützung für nukleare Abrüstung angemahnt. Ican-Direktorin Beatrice Fihn sagte am Samstag in Oslo, solange es Atomwaffen gebe, sei die Menschheit in Gefahr.