Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Die Ohnmacht der Vereinten Nationen im Syrien-Konflikt

Genf (epd). Im März geht der Syrien-Konflikt in sein achtes Jahr. Kurz davor häufen sich die Meldungen über Tod und Elend in dem geschundenen Land. Gezielte Angriffe auf Krankenhäuser und Wohngebiete, vermehrt flüchten Menschen vor der Gewalt, Kinder und ihre Eltern hungern immer schlimmer in den belagerten Gebieten.

Eindringliche Appelle für Waffenruhe im syrischen Ost-Ghuta

New York/Berlin (epd). Im Syrien-Konflikt werden die Rufe nach einer Waffenruhe für das umkämpfte Gebiet Ost-Ghuta immer lauter. Die Bundesregierung appellierte am Mittwoch eindringlich an den syrischen Machthaber Baschar al-Assad und seine Verbündeten Russland und Iran, die Angriffe in Ost-Ghuta zu beenden.

Dutzende Zivilisten bei Luftangriffen in Syrien getötet

Genf/Berlin (epd). Vertreter der Vereinten Nationen haben sich entsetzt über die eskalierende Gewalt in Syrien geäußert. Bei den jüngsten Angriffen mit Flugzeugen und Artillerie auf die Rebellenhochburg Ost-Ghuta seien rund 40 Zivilisten getötet und mehr als 150 verletzt worden, teilte der Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha), Jens Laerke, am Dienstag in Genf mit.

Exodus aus Venezuela

Rio de Janeiro (epd). Hunderte Menschen drängen sich auf der gut 300 Meter langen Brücke über den Táchira-Fluss, die Venezuela mit Kolumbien verbindet. Seit die kolumbianische Regierung Ende vergangener Woche die Grenzkontrollen verschärft hat, dauert der Grenzübertritt mindestens eine, manchmal auch mehrere Stunden.

UN: Mehr als 10.000 getötete und verletzte Zivilisten in Afghanistan

Kabul/Genf (epd). Mehr als 10.000 Zivilpersonen wurden im vergangenen Jahr laut den Vereinten Nationen in dem Konflikt in Afghanistan getötet oder verletzt. Normale Menschen müssten in dem Krisenland entsetzliches Leid erdulden, erklärte der UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Tadamichi Yamamoto, am Donnerstag in Kabul.

UN: 15.500 Zivilisten in Jemens Bürgerkrieg getötet oder verletzt

Genf (epd). Im Bürgerkrieg im Jemen sind laut den UN seit März 2015 rund 15.500 Zivilisten getötet oder verletzt worden. Knapp 6.000 von ihnen seien durch Gewalteinwirkung gestorben, rund 9.500 hätten Verwundungen erlitten, teilte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, am Montag in Genf mit. Die Dunkelziffern könnten aber noch wesentlich höher liegen.

Bündnis fordert drastische Einschränkungen für Rüstungsexporte

Berlin (epd). Das Deutsche Bündnis Kindersoldaten hat die künftige Bundesregierung aufgefordert, den Export von Kleinwaffen und Munition komplett sowie alle Rüstungsexporte in Länder mit bewaffneten Konflikten und schweren Menschenrechtsverletzungen zu stoppen.

EAK: Schicksal von Kindern in Kriegen stärker in den Blick nehmen

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat zum Red Hand Day, dem Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten, der seit 2002 jährlich am 12. Februar begangen wird, gefordert, das Schicksal von Kindern in Kriegen auch in Deutschland stärker in den Blick zu nehmen.