Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

EKD-Friedensbeauftragter Brahms: Jeder ist verantwortlich

Bremen (epd). Wer etwas für den Frieden und gegen Fluchtursachen unternehmen will, muss nach Auffassung des kirchlichen Friedensbeauftragten Renke Brahms bei sich selbst anfangen. "Wir können viel vor Ort tun", sagte der leitende Bremer Theologe am Mittwoch vor der Synode der Bremischen Evangelischen Kirche.

Merkel: Aufkündigung des Atomabkommens "schwerer Einschnitt"

Münster (epd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf dem Katholikentag in Münster den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran als "schweren Einschnitt" für die internationale Zusammenarbeit bezeichnet. Die einseitige Aufkündigung sei ein "Grund großer Sorge", sagte sie am Freitag bei einer Podiumsdiskussion vor Tausenden Besuchern.

UN: Zahl getöteter Zivilisten im Jemen erreicht im April Höchststand

Genf (epd). Im Jemen werden immer mehr Zivilisten Opfer des blutigen Krieges. 237 Zivilisten seien im April getötet worden, weitere 238 verletzt, erklärte eine Sprecherin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte am Freitag in Genf. Dies sei die höchste Zahl ziviler Opfer in diesem Jahr.

Demonstranten blockieren Werk von Rheinmetall in Unterlüß

Unterlüß/Kr. Celle/Düsseldorf (epd). Rüstungsexportgegner haben aus Protest gegen deutsche Waffenlieferungen an die Türkei am Dienstag für mehrere Stunden die Zufahrt zum Werk der Firma Rheinmetall in Unterlüß in der Lüneburger Heide blockiert. Das Unternehmen wolle in der Türkei eine Panzerfabrik bauen, teilten die Aktivisten mit.

Unicef: 750 Schulen in Ost-Ukraine beschädigt oder zerstört

Genf (epd). Das Kinderhilfswerk Unicef hat die katastrophale Lage des Schulsystems im konfliktgeschüttelten Osten der Ukraine beklagt. Rund 200.000 Kinder müssten in einer von Gewalt dominierten Umwelt in die Schule gehen, erklärte Unicef am Freitag in Genf. Gefechte und Blindgänger bedrohten die Kinder.

UN: Über zwei Millionen Menschen in Syrien für Helfer kaum erreichbar

Genf (epd). Die Vereinten Nationen verlangen von Syriens Konfliktparteien einen uneingeschränkten Zugang zu allen Menschen in Not. Noch immer harrten mehr als zwei Millionen Menschen in Gebieten aus, die unter anderem aufgrund von Gefechten, Sperren, Munitionsrückständen schwer erreichbar seien, erklärte der humanitäre Berater der UN für Syrien, Jan Egeland, am Donnerstag in Genf. 

Friedensforscher warnen vor neuem Rüstungswettlauf

Berlin/Stockholm (epd). Angesichts der höchsten Militärausgaben seit dem Kalten Krieg warnen Friedensforscher vor einem neuen Rüstungswettlauf. "Abrüstung ist das Gebot der Stunde", betonte ein Bündnis aus Wissenschaft, Gewerkschaften, sozialen

Gauweiler: Auslandseinsätze gehen in "katastrophale Richtung"

Frankfurt a.M./München (epd). Der frühere CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler lehnt eine gemeinsame EU-Militärpolitik ab. Die Europäische Union sei nie eine "Militäroperationsbasis" gewesen, sagte er dem evangelischen Monatsmagazin "chrismon" (Mai-Ausgabe).