Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Tausende fliehen vor Kämpfen um Tripolis

Frankfurt a.M./New York (epd). Wegen der heftigen Kämpfe um die libysche Hauptstadt Tripolis fordern Hilfswerke die Evakuierung von Flüchtlingen und Migranten aus dem Land. Besonders gefährdet seien 3.000 Migranten, die willkürlich in Lagern nahe der Kampfzone festgehalten würden, warnte "Ärzte ohne Grenzen" am Donnerstag in Berlin.

Missio ruft zu Ostern zu mehr Friedensarbeit in der Welt auf

Aachen (epd). Das katholische Hilfswerk Missio hat zu Ostern zu verstärkten politischen und zivilgesellschaftlichen Versöhnungsbemühungen in der Welt aufgerufen. "Eine der wichtigsten Osterbotschaften ist es, dass Gewalt und Tod nicht das letzte Wort haben", sagte Missio-Präsident Prälat Klaus Krämer am Donnerstag in Aachen.

Unklarheit über Lage im Sudan

Frankfurt a.M./Khartum (epd). Im Sudan herrscht nach dem Militärputsch weiter Unklarheit über die Pläne der neuen Machthaber. Der gestürzte Ex-Präsident Omar al-Baschir ist Medienberichten zufolge am Mittwoch in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt worden. An der Spitze des militärischen Übergangsrats wurden unterdessen mehrere Funktionäre ausgetauscht.

UN: Mehr als 170 Tote und Hunderte Verletzte in Libyen

Genf (epd). Bei den schweren Kämpfen rund um die libysche Hauptstadt Tripolis werden nach Angaben der Vereinten Nationen immer mehr Menschen getötet und verletzt. Es seien bereits 174 Tote zu beklagen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in Genf mit. Unter den Toten seien 14 Zivilisten. Den Angaben nach wurden 756 Menschen verletzt.

Von der Leyen leitet UN-Sitzung über mehr Frauen bei Blauhelmen

Genf/New York (epd). Unter Leitung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat der Weltsicherheitsrat über eine stärkere Beteiligung von Frauen an UN-Friedensmissionen debattiert. Von der Leyen lud am Donnerstag in New York die truppenstellenden Staaten ein, neue Strategien für einen vermehrten Einsatz der Frauen bei der internationalen Friedenssicherung zu erarbeiten.

Sudan: Militärjunta wird Ex-Herrscher Al-Baschir nicht ausliefern

Frankfurt a.M./Khartum (epd). Im Sudan herrscht ein Tag nach dem Militärputsch weiter Unsicherheit. Die Organisatoren der bisherigen Proteste riefen zu weiteren Demonstrationen auf. Ein Sprecher der Militärjunta erklärte derweil am Freitag, der militärische Übergangsrat werde so lange an der Macht bleiben, bis sich eine Regierung gebildet habe.

Palastrevolution im Sudan: Al-Baschir ist weg, doch das Militär bleibt an der Macht

Genf/Khartum (epd). Der Abtritt von Sudans verhasstem Herrscher Omar al-Baschir hatte schon vor Sonnenaufgang die Runde gemacht. Mit Sprechchören feierten Zehntausende, die seit Samstag vor dem Armee-Hauptquartier in Khartum ausgeharrt hatten, ihren vermeintlichen Sieg. Andere stimmten mit Fahnen, Sprechchören und Autokorsos ein.

Oppositionsparteien fordern mehr ziviles Engagement in Mali

Berlin (epd). FDP, Linke und Grüne im Bundestag fordern mehr ziviles Engagement in Mali. Bei der Debatte über eine Verlängerung des Bundeswehrmandats für das westafrikanische Land warnte der FDP-Abgeordnete Bijan Djir-Sarai am Donnerstag in Berlin, dass radikal-islamische Gruppen sich breitmachten und häufig auch Zustimmung fänden.