Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Fünf Jahre Jemen-Krieg: Hilfswerke fordern Ende der Gewalt

Berlin (epd). Fünf Jahre nach Beginn des Jemen-Kriegs beklagen Hilfswerke verheerende Auswirkungen der Gewalt. Die humanitäre Not mache die Bevölkerung besonders anfällig für schwer oder tödlich verlaufende COVID-19-Erkrankungen, warnte die Entwicklungsorganisation Oxfam am Dienstag in Berlin. Im Jemen treffe die Corona-Pandemie auf eine von Krieg und Krankheit geschwächte Bevölkerung.

Burkina Faso: "Jeden Tag müssen Tausende fliehen"

Genf/Ouagadougou (epd). Eine beispiellose Welle von Terror und Gewalt hat in Burkina Faso eine humanitäre Katastrophe ausgelöst, deren Ende nicht in Sicht ist. "Jeden Tag müssen Tausende fliehen", sagte Kristina Rauland-Yambré von der Organisation "Help - Hilfe zur Selbsthilfe" dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Rund 60 Organisationen und Verbände fordern umfassendes Rüstungsexportverbot für Jemen-Militärkoalition

Zahlreiche Organisationen aus der Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtspolitik sowie humanitäre Hilfsorganisationen, darunter auch die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), haben in einem Offenen Brief Bundeskanzlerin Angela Merkel und weitere Mitglieder der Bundesregierung nachdrücklich aufgefordert, das im September vergangenen Jahres gegenüber Saudi-Arabien verlängerte Rüs

Bundestag beschließt Verlängerung von Afghanistan-Mandat

Berlin (epd). Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan wird um ein weiteres Jahr verlängert. Der Bundestag beschloss am Freitag eine Fortsetzung des Mandats um ein weiteres Jahr bis zum 31. März 2021. 358 Abgeordnete stimmten für die Verlängerung, 160 dagegen. 21 Parlamentarier enthielten sich. 

Bündnis fordert Rüstungsexportstopp für Jemen-Militärkoalition

Bonn/Berlin (epd). Ein Bündnis von 32 Organisationen aus der Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtspolitik fordert einen Rüstungsexportstopp für alle Länder, die sich an der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition im Jemen-Krieg beteiligen.

Viele Kämpfe im Nahen Osten und Nordafrika

Heidelberg (epd). Der Nahe Osten und Nordafrika sind im vergangenen Jahr die Regionen mit den meisten Kriegen gewesen. Laut dem Konfliktbarometer 2019 wurden insgesamt acht Kriege in Afghanistan, Ägypten, Syrien, Libyen, Jemen und der Türkei geführt, wie das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) am Freitag mitteilte.

Misereor ruft Bundesregierung zu mehr Engagement in Syrien auf

Aachen (epd). Das katholische Hilfswerk Misereor fordert ein stärkeres Engagement der Bundesregierung im syrischen Bürgerkrieg. "Auch wenn der Konflikt militärisch entschieden scheint, ist eine Friedensperspektive weit entfernt", sagte Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel am Donnerstag in Aachen.

Bundeswehreinsätze in Südsudan und Darfur verlängert

Berlin (epd). Die Beteiligung der Bundeswehr an internationalen Einsätzen im Südsudan und in der westsudanesischen Region Darfur wird fortgesetzt. Der Bundestag beschloss am Donnerstag in Berlin die Verlängerung beider Mandate. An der Mission der Vereinten Nationen im Südsudan (Unmiss) nehmen demnach noch ein weiteres Jahr bis zu 50 deutsche Soldatinnen und Soldaten teil.

Deutscher Anti-IS-Einsatz künftig ohne Tornado-Aufklärungsmission

Berlin (epd). Der Bundeswehreinsatz im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) soll künftig ohne die von Deutschland bereitgestellten Tornado-Aufklärungsflugzeuge fortgesetzt werden. Das Kabinett beschloss am Mittwoch in Berlin einen Antrag zur Ergänzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte.

Hoher Preis für Frieden: Kabul lässt Taliban-Kämpfer frei

Dubai/Kabul (epd). Afghanistans Präsident Aschraf Ghani will den Weg zu Friedensgesprächen mit den radikal-islamischen Taliban freimachen. Der Staatschef ordnete nach anfänglichem Zögern die Freilassung von 5.000 inhaftierten Taliban-Kämpfern an, wie der TV-Sender Tolo News am Mittwoch berichtete.