Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Corona-Pandemie: Chance zur Umkehr in der Friedens- und Umweltpolitik

Die Corona-Pandemie könnte nach Ansicht von Friedensgruppen und Umweltinitiativen auch eine Chance sein zu einer Umkehr hin zu einer nachhaltigen Umwelt-, Wirtschafts- und Friedenspolitik, die die menschliche Sicherheit in den Mittelpunkt stellt und geprägt ist von einer Ethik, einer Ökonomie und einem Lebensstil des Genug.  

UN: Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan steigt

Dubai/Kabul (epd). Die Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan ist nach Angaben der Vereinten Nationen gestiegen. Im April seien 380 unbeteiligte Menschen an den Folgen von Anschlägen und Kämpfen gestorben, teilte die UN-Mission für Afghanistan (Unama) am Dienstag in der Hauptstadt Kabul mit. Diese vorläufigen Zahlen zeigten einen steigenden Trend.

Erneut Krankenhaus in Libyens Hauptstadt Tripolis bombardiert

Berlin/New York (epd). Die Lage im Kriegsland Libyen spitzt sich wegen der Corona-Pandemie dramatisch zu. Die Vereinten Nationen schlagen Alarm und warnen in einem gemeinsamen Appell verschiedener Hilfswerke, dass wegen der andauernden Kämpfe Covid-19 eine ernste Bedrohung für Gesundheit und Sicherheit aller Menschen darstelle.

Mindestens 24 Tote nach Anschlag auf Frauenklinik in Kabul

Genf/Kabul (epd). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und "Ärzte ohne Grenzen" haben den Anschlag auf eine Frauenklinik in der afghanischen Hauptstadt Kabul scharf verurteilt. Er sei geschockt und entsetzt über die Bluttat mit mindestens 24 Toten, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. 

Sicherheitsexperte bedauert UN-Blockade zu globalem Waffenstillstand

Genf (epd). Der Sicherheitsexperte Jean-Marc Rickli bedauert die Blockade eines globalen Waffenstillstands während der Corona-Pandemie durch den UN-Sicherheitsrat. Ein derartiger Beschluss, wie von UN-Generalsekretär António Guterres vorgeschlagen, wäre ein wichtiges Symbol für die Förderung des Friedens weltweit gewesen, sagte Rickli am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst in Genf.

Lutheraner und Muslime für globalen Waffenstillstand

Genf (epd). Der Lutherische Weltbund (LWB) und die Hilfsorganisation Islamic Relief Worldwide unterstützen den Appell von UN-Generalsekretär António Guterres vom März für einen globalen Waffenstillstand angesichts der Corona-Pandemie.

Amnesty: Syrische und russische Militärs greifen gezielt Kliniken an

Berlin (epd). Syrische und russische Truppen haben nach Angaben von Menschenrechtlern im Nordwesten Syriens gezielt Krankenhäuser und Schulen angegriffen. Amnesty International veröffentlichte am Montag eine Dokumentation zu 18 Angriffen, die zumeist zwischen Januar und Februar 2020 in Idlib, West-Aleppo und Hama verübt wurden.

Niemöller-Stiftung: Kauf von F-18-Kampfjets überdenken

Wiesbaden (epd). Die Martin-Niemöller-Stiftung hat an die Bundesregierung appelliert, den geplanten Kauf von 45 atomwaffenfähigen US-Kampfflugzeugen des Typs F-18 zu überdenken. Ein zweijähriges Moratorium sei aus sicherheitspolitischen Erwägungen jetzt angezeigt und möglich, erklärte der sicherheitspolitische Sprecher der Stiftung Ulrich Frey am Freitag in Wiesbaden.

Forscher: Weltfrieden durch Konfrontation der Großmächte in Gefahr

Osnabrück (epd). Der Osnabrücker Friedensforscher Ulrich Schneckener sieht 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in einer zunehmend auf Konfrontation ausgerichteten Politik von Großmächten wie den USA, Russland und China eine neue Bedrohung für den Weltfrieden.