Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Militärbischof erinnert an "Karfreitagsgefecht" in Afghanistan

Berlin/Wiesbaden (epd). Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat an das "Karfreitagsgefecht" der Bundeswehr in Afghanistan im Jahr 2010 erinnert. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg seien Tod, Verwundung, Sterben in einer Gefechtssituation zur Berufsrealität der Soldatinnen und Soldaten geworden, sagte Rink in Berlin.

Afghanistan: Verhandlungen zwischen Regierung und Taliban gescheitert

Dubai/Kabul (epd). Rückschlag im Friedensprozess in Afghanistan: Die Verhandlungen zwischen der Regierung und den Taliban sind vorerst gescheitert. Es habe keine Einigung bei der Frage der Gefangenenbefreiung gegeben, berichtete der TV-Sender "Tolo News" am Dienstag. Ein Taliban-Sprecher erklärte im über Twitter, man werde nicht an "nutzlosen Treffen" teilnehmen.

UN: Gewalt und Corona bedrohen Menschen in Libyen

Genf (epd). Gut ein Jahr nach Beginn der Rebellenoffensive verschlimmert sich in Libyen laut den UN die humanitäre Krise immer mehr. Die Menschen in dem Bürgerkriegsland würden neben der eskalierenden Gewalt nun zusätzlich durch die Corona-Pandemie bedroht, warnte ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Freitag in Genf.

EU-Mission "Irini" im Mittelmeer offiziell angelaufen

Brüssel (epd). Die nach einer griechischen Friedensgöttin benannte neue EU-Militärmission "Irini" im Mittelmeer ist am Dienstag offiziell angelaufen. Die Nachfolgerin von Operation "Sophia" soll das Waffenembargo gegen Libyen überwachen und ist nicht auf die Rettung von Flüchtlingen ausgerichtet, wie der Außenbeauftragte Josep Borrell in Brüssel erklärte.

ELN-Guerilla verkündet wegen Corona-Pandemie Waffenpause

Berlin/Bogotá (epd). Die marxistische ELN-Guerilla in Kolumbien will wegen der Corona-Pandemie die Waffen ruhen lassen. Die Rebellengruppe rief "als humanitäre Geste" eine einseitige Waffenruhe vom 1. bis zum 30. April aus, wie der Fernsehsender Telesur am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf die ELN meldete.

UN-Generalsekretär begrüßt Corona-Waffenruhe auf den Philippinen

Genf/Manila (epd). Die Vereinten Nationen haben die von den kommunistischen Rebellen auf den Philippinen verkündete vorläufige Waffenruhe während der Corona-Krise begrüßt. Zugleich ermutige UN-Generalsekretär António Guterres die Konfliktparteien, eine dauerhafte politische Lösung für den langjährigen Konflikt zu finden, sagte ein UN-Sprecher am Donnerstag in Genf. 

Bundestag beschließt weiteren Anti-IS-Einsatz der Bundeswehr

Berlin (epd). Der Bundeswehreinsatz im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) wird ohne die von Deutschland bereitgestellten Tornado-Aufklärungsflugzeuge fortgesetzt. Der Bundestag beschloss am Mittwoch in Berlin einen Antrag zur Ergänzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte.

USA kürzen Hilfe für Afghanistan um eine Milliarde Dollar

Dubai/Washington (epd). Die US-Regierung kürzt wegen eines politischen Stillstands in Afghanistan ihre Hilfen für das Land um eine Milliarde US-Dollar. Als Grund nannte US-Außenminister Mike Pompeo nach einem Besuch in Kabul den politischen Machtkampf und das Stocken der Friedensbemühungen, wie das Ministerium am Montagabend (Ortszeit) in Washington mitteilte.