Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Vermittlungen nach Militärputsch in Mali begonnen

Frankfurt a.M./Bamako (epd). Nach dem Militärputsch in Mali haben am Wochenende internationale Vermittlungen begonnen, um die Krise zu lösen. Eine Delegation unter Führung des früheren nigerianischen Präsidenten Goodluck Jonathan habe am Samstag Gespräche mit der Militärjunta und der abgesetzten Regierung aufgenommen, berichtete der französische Sender RFI am Samstagabend.

Tausende Menschen feiern nach Militärputsch in Mali

Frankfurt a.M./Bamako (epd). Tausende Menschen haben im westafrikanischen Mali die Absetzung der Regierung gefeiert. In mehreren Städten seien Menschen am Freitag auf die Straße gegangen und hätten dem Militär zugejubelt, berichtete der französische Sender RFI am Samstag. Das Militär hatte am Dienstag Präsident Ibrahim Boubacar Keïta festgenommen und zum Rücktritt gezwungen.

Militärjunta in Mali lässt zwei Regierungsfunktionäre frei

Frankfurt a.M./Bamako (epd). Die Militärjunta in Mali hat Medienberichten zufolge einen Minister und einen hohen Funktionär freigelassen, die bei einem Putsch am Dienstag festgenommen worden waren. Dem französischen Senders RFI vom Freitag zufolge handelt es sich um den früheren Finanzminister Abdoulaye Daffé und den Sekretär im Präsidialamt, Sabane Mahalmoudou.

Neue Runde der Syrien-Gespräche startet in Genf

Genf (epd). Das Verfassungskomitee für Syrien soll unter UN-Regie am Montag in Genf seine Beratungen fortsetzen. Das aus Syrern bestehende Gremium könnte Vertrauen zwischen den verfeindeten Parteien schaffen und die Tür zu einem politischen Prozess für das Bürgerkriegsland aufstoßen, erklärte der UN-Sondergesandte für Syrien Geir Pedersen am Freitag in Genf.

Mali: Militärjunta verspricht Rückkehr zur Normalität

Frankfurt a.M. (epd). Nach dem Sturz der Regierung in Mali versprechen die Militärs eine schnelle Rückkehr zu Ruhe in dem westafrikanischen Land. "Wir werden nicht an der Macht bleiben", erklärte ihr Anführer Assimi Goïta laut einem Bericht des Senders RFI vom Donnerstag. Er rief die Bürger auf, ihren Alltagsgeschäften nachzugehen und wieder zur Arbeit zurückzukehren.

Umsturz in Mali

Nairobi (epd). In Mali haben Militärs die Macht übernommen. Präsident und Regierung sind zurückgetreten, das Parlament ist aufgelöst. Trotz internationaler Militärmissionen war das westafrikanische Land immer tiefer ins Chaos gerutscht. Die Chronik einer langen Krise:  Kam der Putsch überraschend? 

Putschisten in Mali versprechen Wahlen

Frankfurt a.M./Bamako (epd). Nach einem Putsch im westafrikanischen Mali hat das Militär den Übergang zu einer zivilen Regierung versprochen. Der Anführer der aufständischen Soldaten, Ismaël Wagué, kündigte in einer Fernsehansprache am Mittwochmorgen Neuwahlen an. Zugleich verhängte die Militärjunta eine Ausgangssperre und schloss die Grenzen. Der Putsch wurde international verurteilt.

Maas wirbt in Libyen für demilitarisierte Zone

Berlin/Tripolis (epd). Außenminister Heiko Maas (SPD) hat bei einer Reise nach Libyen die Konfliktparteien zur Kompromissbereitschaft aufgerufen. In Tripolis sagte Maas am Montag bei einer Pressekonferenz, beide Seiten und ihre internationalen Verbündeten rüsteten das Land weiter massiv auf und hielten an Vorbedingungen für einen Waffenstillstand fest.

Mutiger Aufbruch am Nil

Frankfurt a.M./Khartum (epd). Drei Jahrzehnte lang war Omar al-Baschir im Sudan gefürchtet, nun sitzt er hinter Gittern. In beiger Hose und Hemd erschien der Ex-Diktator Ende Juli vor einem Gericht in Khartum, trug wegen Corona Maske und Handschuhe, wie Fotos zeigen. Al-Baschir soll sich wegen seines Militärputsches von 1989 verantworten.