Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Hilfsorganisation: Afghanistan ist größte humanitäre Krise weltweit

Berlin (epd). Afghanistan belegt den ersten Platz auf der Liste der 20 weltweit größten humanitären Krisen des „International Rescue Committees“ (IRC). Im kommenden Jahr könnte das Land von nahezu flächendeckender Armut betroffen sein, erklärte die internationale Hilfsorganisation am Mittwoch in Berlin anlässlich der Veröffentlichung der „Emergency Watchlist 2022“.

15.000 Unterschriften gegen Rüstungsexporte

Hamburg (epd). Die Hamburger Volksinitiative gegen Rüstungsexporte hat nach eigenen Angaben mehr als 15.000 Unterschriften für ihr Anliegen gesammelt. Am Dienstag (14. Dezember) um 14 Uhr will sie die Unterschriften dem Senat übergeben, kündigte die Initiative am Freitag an. Zuvor will sie mit einem Demonstrationszug vom Hansaplatz zum Rathausmarkt ziehen.

Menschenrechtler: Äthiopische Rebellen töten gezielt Zivilisten

Frankfurt a.M./Nairobi (epd). Äthiopische Rebellen haben im Bürgerkrieg im Norden des Landes Menschenrechtlern zufolge Dutzende Zivilisten gezielt getötet. Bewaffnete Gruppen aus Tigray hätten in der Region Amhara in zwei Orten mindestens 49 Personen standrechtlich hingerichtet, heißt es in einem Bericht von Human Rights Watch vom Freitag.

Greenpeace: EU-Militäreinsätze sichern Öl- und Gasimporte

Hamburg (epd). Fünf der acht Militärmissionen der Europäischen Union sollen nach Recherchen von Greenpeace vor allem den Import von Öl und Gas sicherstellen. Italien, Spanien und Deutschland investierten seit 2018 mehr als vier Milliarden Euro in den militärischen Schutz klimaschädlicher fossiler Brennstoffe, teilte Greenpeace am Donnerstag mit Hinweis auf eine eigene Studie in Hamburg mit.

Sieben Blauhelmsoldaten in Mali getötet

Frankfurt a.M., Bamako (epd). In Mali sind am Mittwoch sieben Blauhelmsoldaten getötet worden. Ein Minusma-Konvoi sei von einem improvisierten Sprengsatz getroffen worden, teilte die Einsatzleitung der UN-Stabilisierungsmission auf Twitter mit. Dabei wurden den Angaben zufolge sieben Soldaten getötet und drei weitere verletzt.

Myanmar: Bei weiterem Massaker elf Menschen lebendig verbrannt

Frankfurt a.M./Yangon (epd). In Myanmar hat die Militärjunta ein weiteres Massaker verübt. Dabei wurden in einem Dorf in der nördlichen Region Sagaing mindestens elf Menschen ermordet, wie das Nachrichtenportal „Khit Thit Media“ am Mittwoch berichtete.

Forscher Zick: "Zauberformel Zusammenhalt" hilft nicht mehr

Bielefeld (epd). Die Corona-Pandemie hat nach Worten des Konfliktforschers Andreas Zick zu neuen Spaltungen in der deutschen Gesellschaft geführt. Insgesamt seien Konflikte und Gewalt in der Gesellschaft sichtbarer und globaler geworden, sagte Zick dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Extremismus und Diskriminierung langfristig im Blick

Bielefeld (epd). Die Lage ist immer ernst, wenn der Konfliktforscher Andreas Zick als Experte in den Nachrichten zugeschaltet wird. Ob Ausschreitungen bei „Querdenker“-Demonstrationen, islamistische Terroranschläge oder Amok-Taten - der Forscher liefert Analysen und Erklärungen für die tiefer liegenden Ursachen. Dabei kann er auf zahlreiche Studien seines Instituts zurückgreifen.

Empörung über Rüstungsgewinne in Pandemie-Zeiten

Stockholm (epd). Die satten Gewinne für Waffenbauer im jüngsten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri stoßen bei Friedensaktivisten und Hilfswerken auf Empörung und Entsetzen. Gerade mit Blick auf die Corona-Krise und damit die Not unzähliger Menschen seien solche Zahlen ein Skandal, erklärte die „Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!“.