Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Griechischer Metropolit verurteilt Russlands Krieg gegen Ukraine

Karlsruhe (epd). Der griechische Metropolit Job von Pisidia hat den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine als unchristlich verurteilt. Christen würden Christen töten, ein christliches Land habe ein anderes christliches Land überfallen, kritisierte der Gesandte des Ökumenischen Patriarchats auf der Vollversammlung des Weltkirchenrates am Mittwoch in Karlsruhe.

Militärbischof: Ukraine-Krieg hat Bundeswehr verändert

Berlin (epd). Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine bewegt nach Überzeugung des evangelischen Militärbischofs Bernhard Felmberg die deutschen Soldatinnen und Soldaten stark. „Auch die Bundeswehr hat sich in diesem halben Jahr verändert“, erklärte Felmberg anlässlich des für Dienstagabend geplanten Sommerfests der evangelischen Militärseelsorge in Berlin.

Workshop beim ÖRK in Karlsruhe: Militär hat gravierende Auswirkungen auf Klimawandel

Kriege hinterlassen verbrannte Erde, Munitionsreste lagern noch lange nach Kriegsende auf dem Meeresboden oder auf Landflächen, Militärfahrzeuge verbrauchen Unmengen an Treibstoff, auch in Manövern: Das Militär hat gravierende Auswirkungen auf den Klimawandel, nicht nur im Krieg, sondern auch in Friedenszeiten.

Verein "Connection": Ukraine missachtet Recht auf Dienstverweigerung

Offenbach (epd). In der Ukraine gibt es derzeit keine legale Möglichkeit, den Kriegsdienst zu verweigern. Wie der Verein „Connection“ mit Sitz in Offenbach am Montag unter Berufung auf das ukrainische Verteidigungsministerium mitteilte, ist das Recht auf Kriegsdienstverweigerung seit Beginn des Krieges gegen Russland ausgesetzt.

Ökumene-Tagung: Ukraine-Konflikt nicht einzige Krise auf der Welt

Neben dem Ukraine-Krieg prägte die Kluft zwischen reichen und armen Ländern am Montag die Tagung des Weltkirchenrates in Karlsruhe. Christen aus dem globalen Süden forderten ein nachhaltigeres Wirtschaftssystem - auch mit Blick auf den Klimawandel.

Erzbischof Marx: Russisch-orthodoxe Kirche handelt fatal

München (epd). Der christliche Glaube darf laut dem Münchner Erzbischof Reinhard Marx nicht zur Legitimation von Krieg dienen. Die Leitung der russisch-orthodoxen Kirche handele daher „fatal durch die Unterstützung des Krieges gegen die Ukraine“, sagte Marx in einem Beitrag für die Reihe „Zum Sonntag“ des Bayerischen Rundfunks, der am Samstag (3. September) gesendet wird.

Friedensbeauftragter: Krieg darf nie das letzte Wort haben

Bremen (epd). Mit Blick auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine wirbt der Friedensbeauftragte der Bremischen Evangelischen Kirche, Pastor Jasper von Legat, für Friedensverhandlungen. „Auch wenn es Zeiten gibt, in denen die Selbstverteidigung oberstes Gebot ist, Krieg darf nie das letzte Wort haben“, erklärte der Theologe am Donnerstag zum Antikriegstag am 1. September.

Kirchlicher Beauftragter unterstützt Forderung nach Waffenstillstand

Bremen (epd). Unter dem Titel „Die Waffen müssen schweigen“ unterstützt der Friedensbeauftragte der Bremischen Evangelischen Kirche, Pastor Jasper von Legat, mit Blick auf den Krieg in der Ukraine einen Aufruf zum Anti-Kriegstag an diesem Donnerstag (1. September).

DGB warnt vor weiterer Militarisierung der Ukraine-Debatte

Göttingen (epd). Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Südniedersachsen warnt zum diesjährigen Antikriegstag (1.September) vor einer weiteren Militarisierung der Debatte im Ukraine-Krieg. Kriegshandlungen mitten in Europa dürften nicht zu dem Irrglauben verleiten, Frieden ließe sich mit Waffen schaffen, heißt es in einem am Dienstag verbreiteten Aufruf.