Kirchliche Friedensarbeit trägt dazu bei, dass Fragen des Friedens noch stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit der Kirche rücken: in Gottesdienst und Andacht, im konstruktiven Umgang mit Konflikten in und außerhalb der Kirche, durch gesellschaftspolitisches Engagement und übergreifende Projekte. Themen sind u.a. Versöhnungs- und Erinnerungsarbeit, Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus, Zusammenhänge zwischen Frieden, Gerechtigkeitsfragen und die Bewahrung der Schöpfung.

Kirchliche Friedensarbeit

Brahms: Frieden ohne internationale Rechtsordnung ist nicht vorstellbar

Aus Anlass des 70-jährigen Bestehens des Internationalen Gerichtshofs hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, die Bedeutung des Rechts als Grundlage eines gerechten Friedens betont. „Für eine friedliche Welt brauchen wir Institutionen, Regeln und Verfahren eines international vereinbarten Rechtszustands“, ist der Theologe überzeugt.

Wittenberg bekommt Denkmal "Schwerter zu Pflugscharen"

Wittenberg (epd). Zur Erinnerung an die pazifistische Schmiedeaktion "Schwerter zu Pflugscharen" in Wittenberg 1983 wird in der Lutherstadt ein Denkmal errichtet. Dazu entsteht bis März 2017 im Lutherhof eine frei stehende Skulptur in zeitgenössischer Formensprache, teilte die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am Donnerstag mit.

Evangelische Friedensarbeit äußert sich kritisch zum Einsatz von Kampfdrohnen

Äußerst kritisch hat sich die evangelische Friedensarbeit zum Einsatz von bewaffneten Drohnen geäußert. Anlass ist eine Gerichtsverhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, in der es um die Klage eines Pfälzers geht, der das Bundesministerium der Verteidigung zur Überwachung bewaffneter Drohneneinsätze, die über die US-Air Base Ramstein gesteuert werden, verpflichten möchte.

Militärbischof befürwortet Strafbarkeit von Angriffskriegen

Berlin (epd). Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink unterstützt den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Strafbarkeit von Angriffskriegen. Von der deutschen Geschichte gehe die Verpflichtung aus, dass Deutschland nie wieder einen Angriffskrieg führen dürfe, erklärte Rink am Donnerstag in Berlin.

Jordanischer König erhält Westfälischen Friedenspreis

Münster (epd). Der diesjährige 10. Westfälische Friedenspreis geht an den jordanischen König Abdullah II. sowie an die Jugendorganisation Aktion Sühnezeichen. "Wir glauben dass der Jordanische König wie niemand anders für Stabilität in der Region steht", sagte der Vorsitzende der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL), Reinhard Zinkann, am Mittwoch in Münster.

Den Faden weiter spinnen

Fast 5000 junge Menschen haben in den vergangenen Jahren an einem von Mitgliedsorganisationen im „Evangelischen Forum entwicklungspolitischer Freiwilligendienste“ (eFeF) organisierten und über das „weltwärts“-Förderprogramm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung unterstützten Freiwilligendienst teilgenommen.

Kirchlicher Friedensbeauftragter Brahms: Waffenstillstand intensivst nutzen

Bremen (epd). Der kirchliche Friedensbeauftragte Renke Brahms hat dazu aufgefordert, den Waffenstillstand in Syrien "intensivst zu nutzen", um den Menschen dort zu helfen. Die Vereinbarung sei zwar brüchig, die Hilfe dürfe aber nicht an fehlendem Geld scheitern, mahnte der Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

AGDF: Flucht und Frieden wieder gemeinsam denken

Die aktuelle Flüchtlingssituation stand im Mittelpunkt einer zweitägigen Klausursitzung des Vorstandes der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Kassel. Dabei kritisierte die AGDF, dass in der derzeitigen zugespitzten Stimmung in Deutschland die Themen Frieden und Flucht nur noch selten zusammen gedacht werden.