Frankfurt a.M. (epd). Der Direktor der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank, Meron Mendel, ist enttäuscht über die Unterstützung für die Hamas unter Linken. In Teilen der linken, migrantischen und kulturellen Milieus werde die Hamas als Befreiungsbewegung angesehen, sagte Mendel dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Rom (epd). Papst Franziskus hat vor Antisemitismus gewarnt. Dieser sei verborgen immer da gewesen, in der aktuellen Situation sei er sehr groß, sagte der Papst am Mittwochabend in einem Interview mit dem italienischen Fernsehsender Rai1. Die Erinnerung an den Holocaust reiche offenbar nicht aus, „das ist nicht vorbei, leider“.
Hannover (epd). Der hannoversche Antisemitismus-Forscher Wolfram Stender sieht angesichts des Nahost-Konfliktes wachsenden Antisemitismus an Schulen in Deutschland.
Stuttgart (epd). 55 Pfarrerinnen und Pfarrer der evangelischen Landeskirche Württemberg sowie 139 weitere Personen aus Kirche und Gesellschaft gehören zu den Erstunterzeichnenden einer Friedenserklärung zur Ukraine.
Magdeburg (epd). Am Magdeburger Dom ist am Montag eine Gedenktafel für den Gründer der „Aktion Sühnezeichen“, Lothar Kreyssig, enthüllt worden. Anlass ist, dass er an diesem Tag 125 Jahre alt geworden wäre. Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Magdeburg, Stephan Hoenen, bezeichnete Kreyssig bei einer Feierstunde als Versöhner und mutigen Kirchenmann.
Frankfurt a.M. (epd). In der Debatte um Waffenlieferungen an die Ukraine sieht die Frankfurter Konfliktforscherin Nicole Deitelhoff zwei grundsätzliche Haltungen, die sich nicht aufeinander zubewegen.
Von Europa über Asien nach Amerika: Die Pfadfinder Sebastian und Anna-Lena Schmitt wollen auf einer 40.000 Kilometer langen Reise mit einem alten Feuerwehrauto Pfadfindergruppen besuchen - und sich mit ihnen für die Völkerverständigung stark machen.
Ilmenau (epd). Nicht erst seit dem brutalen Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober beklagen Thüringens Jüdinnen und Juden eine Zunahme des muslimischen Antisemitismus. Wo er öffentlich werde, müsse härter durchgegriffen werden, fordert der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Thüringens, Reinhard Schramm.
Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat eine umstrittene Resolution zu dem Krieg im Nahen Osten verabschiedet. Israel reagierte empört. Kritik an der deutschen Enthaltung an der Abstimmung kommt von der Deutsch-israelischen Gesellschaft.
Die deutsche Sektion von "Fridays for Future" hat sich von israelfeindlichen Aussagen der internationalen Organisation distanziert. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Schuster, verlangt eine stärkere Abgrenzung, ebenso mehrere Politiker.