Als Kirchentagspräsident Andreas Barner im Frühjahr das Programm des Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Stuttgart vorstellte, betonte er: Dieser Kirchentag ist ein Friedenskirchentag und begründete, „wir steuern zu auf einen Kirchentag in Zeiten, die so brutal, so kriegerisch sind, wie schon lange nicht mehr.”
Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) erinnern an Hermann Stöhr, der vor 75 Jahren am 21. Juni 1940 hingerichtet wurde, weil er aus Gewissensgründen den Wehrdienst abgelehnt hatte.
Beim Deutschen Evangelischen Kirchentag darf nach Ansicht der evangelischen Friedensarbeit die Beschäftigung mit Friedensfragen und der Friedenstheologie nicht in den Hintergrund treten. Im Gegenteil müsse das Thema Frieden künftig wieder eine zentrale Rolle bei den Kirchentagen spielen.
Einen weiteren prominenten Besucher konnte die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) am Stand auf dem Markt der Möglichkeiten beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart begrüßen, den Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung, Markus Grübel.
Ein deutliches Zeichen des Friedens setzten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart am Kirchentagssamstag um 5 vor 12 Uhr mit einer rund viertelstündigen Menschenkette quer durch die Innenstadt.
„Es gibt genug Gründe, wachsam zu bleiben!“ Dies betonte der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms bei seiner Bibelarbeit zu Matthäus 25, 1-13, dem Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen. Angesichts von Krieg, Verfolgung und Terror in der Welt sei es gut, dem Rat Jesu zu folgen, wachsam zu bleiben.
Es sollte eine der wenigen offiziellen Veranstaltungen des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Stuttgart im Zentrum Frieden werden: das Feierabendmahl in der Friedenskirche, zu dem die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) die Kirchentagsbesucher eingeladen hatte.
Gemeinsam informieren auf dem Markt der Möglichkeiten beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) sowie die Konferenz evangelischer Freiwilligendienste (KeF) die Kirchentagsbesucher über ihre Arbeit und stehen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.