Einige Pfarrer*innen und Theolog*innen aus dem Raum der Evangelischen Landeskirche in Württemberg haben die nun veröffentlichte Erklärung gegen Waffenlieferung und Aufrüstung erarbeitet. Wir laden damit zur Unterstützung, Diskussion und Weiterverbreitung ein.
Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat den Angriff Russlands auf die Ukraine als „massive Verletzung des internationalen Völkerrechts“ verurteilt.
Christine Busch aus Düsseldorf bleibt Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Die Theologin wurde auf einer Mitgliederversammlung in Fulda in ihrem Amt bestätigt. Christine Busch, die bis zu ihrem Ruhestand Dezernentin im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland war, steht seit 2017 an der Spitze des Friedensverbandes.
Im vergangenen Jahr hatte die EKD-Synode sich erneut dazu verpflichtet, Initiativen im Bereich der Friedenspädagogik, der zivilen Konfliktbearbeitung und der politischen Bildung zu unterstützen.
Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat sich auf ihrer Jahrestagung in Fulda nachdrücklich für den Schutz und die Hilfe von Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern aus Russland, aber auch aus Belarus und der Ukraine ausgesprochen. „Viele Menschen auf allen Seiten des Krieges entziehen sich durch Flucht dem Einsatz mit der Waffe.
Das Leid und der Tod von Geflüchteten in der Ägäis, die wiederkehrenden Berichte von Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen u.a. durch Pushbacks und die zunehmende Militarisierung der EU-Grenzsysteme wollen die katholische Friedensbewegung pax christi und die Evangelische Friedensarbeit wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zurückholen.
In vielen Ländern der Welt wird das Recht auf Kriegsdienstverweigerung verhindert oder stark eingeschränkt. Darauf wiesen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Workshops der Evangelischen Friedensarbeit im Rahmenprogramm der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Karlsruhe hin.
Kriege hinterlassen verbrannte Erde, Munitionsreste lagern noch lange nach Kriegsende auf dem Meeresboden oder auf Landflächen, Militärfahrzeuge verbrauchen Unmengen an Treibstoff, auch in Manövern: Das Militär hat gravierende Auswirkungen auf den Klimawandel, nicht nur im Krieg, sondern auch in Friedenszeiten.
(05.09.2022) Wie das ukrainische Verteidigungsministerium vor wenigen Tagen der Ukrainischen Pazifistischen Bewegung mitteilte, wurde aufgrund des Kriegsrechts das in der Ukraine bestehende Recht auf Kriegsdienstverweigerung ausgesetzt: Nach dem Gesetz stelle der alternative Dienst ein Ersatz für den befristet abzuleistenden Militärdienst dar.
2013 rief die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im südkoreanischen Busan Christinnen und Christen zu einem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens auf. Überall in der Welt machten sich seitdem Menschen auf den Weg, um sich für Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit einzusetzen. Nun trifft sich die ÖRK-Vollversammlung in Karlsruhe.