Immense Staatsausgaben werden für Rüstung ausgegeben. Deutschland ist einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure der Welt. Die Kirchen sind sich einig, dass Rüstungsexporte restriktiv geregelt werden müssen und in Krisengebiete verboten werden sollten. Auch angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich die Frage nach (Auf- bzw. Ab-)Rüstung neu und fordert eine Positionierung heraus.

Rüstung

Kräftiger Anstieg bei Rüstungsexporten im ersten Halbjahr

Berlin (epd). Der Wert von erteilten Exportgenehmigungen für Rüstungsgüter aus Deutschland ist im ersten Halbjahr stark gestiegen. Von Januar bis Ende Juni wurden Ausfuhrgenehmigungen im Wert von gut 5,3 Milliarden Euro erteilt, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht. Damit hat der Wert im ersten Halbjahr bereits das Niveau des Vorjahres überschritten.

Theologe: Ächtung von Atomwaffen ins Grundgesetz

Karlsruhe (epd). Der badische Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht hat erneut die Ächtung von Atomwaffen gefordert. Weil sie die Lebensgrundlagen der Menschheit gefährdeten, müsse ihre Ächtung ins Grundgesetz geschrieben werden, sagte der Bildungsreferent der badischen evangelischen Landeskirche im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Kirchlicher Aktionstag gegen Atomwaffen in Büchel

Büchel/Bonn (epd). Mit einem Aktionstag am Fliegerhorst Büchel in der Eifel wollen Christen aus evangelischen Landeskirchen und der katholischen Friedensorganisation Pax Christi am 7. Juli ein Zeichen gegen Atomwaffen setzen.

Deutliches Signal für Frieden und nukleare Abrüstung

Christinnen und Christen aus mehreren evangelischen Landeskirchen und der katholischen Friedensorganisation Pax Christi wollen am Sonntag, 7. Juli, mit einem Aktionstag am Fliegerhorst Büchel in der Eifel, wo die letzten Atomwaffen in Deutschland lagern, ein deutliches Signal für Frieden und nukleare Abrüstung an Politik, Kirche und Gesellschaft aussenden.

Warum Waffen trotz restriktiver Regeln in Krisenregionen landen

Berlin (epd). Trotz massiver Kritik und internationaler Vereinbarungen gelangen bis heute europäische Rüstungsgüter in Krisenregionen, in denen gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen wird. Waffenfirmen gelingt es, auf Umwegen strengen Vorgaben zu entgehen.

Regierung verschärft Richtlinien zum Export von Kleinwaffen

Berlin (epd). Die Bundesregierung will den Export von Kleinwaffen weiter einschränken und hat dafür seit 20 Jahren geltende Richtlinien verschärft. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, beschloss das Kabinett am Mittwoch in Berlin, dass der Export von Kleinwaffen in sogenannte Drittländer grundsätzlich nicht mehr genehmigt werden soll.