Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Hilfslieferung nach Ost-Ghuta erneut gescheitert

Frankfurt a.M./Genf (epd). In Syrien haben die Kämpfe um Ost-Ghuta nach Informationen der Vereinten Nationen zugenommen. Am Donnerstag scheiterte erneut ein Versuch, Hilfsgüter in die umkämpfte Rebellenhochburg zu bringen.

Kabinett stimmt Verlängerung von Bundeswehreinsätzen zu

Berlin (epd). Anstelle der kurdischen Peschmerga-Armee wird die Bundeswehr im Irak künftig die regulären Streitkräfte ausbilden. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch den weiteren Einsatz deutscher Soldaten im Irak und die Verlängerung fünf weiterer Auslandsmissionen.

Militärbischof begrüßt Ausweitung der Bundeswehreinsätze

Wilhelmshaven (epd). Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat die von der Bundesregierung geplanten Ausweitungen der Auslandseinsätze der Bundeswehr begrüßt. Bei den Einsätzen in Afghanistan oder in Mali gehe es vor allem um die Ausbildung der Sicherheitskräfte in den Einsatzgebieten, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Füllkrug-Weitzel: Syrer müssen zwischen Nahrung und Medizin wählen

Homs (epd). Nach sieben Jahren Krieg und Zerstörung brauchen viele Syrer nach Einschätzung von Diakonie-Katastrophenhilfe-Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel neben Wohnraum derzeit ganz dringend medizinische Hilfe. Die Preise für Arzneimittel seien massiv in die Höhe geschnellt, sagte die Pfarrerin dem Evangelischen Pressedienst (epd) bei einem Besuch vor Ort.

Diplomat: Religionsvertreter in der Diplomatie stärker einbinden

Berlin (epd). Religionsvertreter sollen langfristig in der Krisendiplomatie stärker eingebunden werden. "Religionsgruppen sehen Probleme in der Gesellschaft anders", sagte Andreas Görgen, Leiter der Kultur- und Kommunikationsabteilung im Auswärtigen Amt dem Evangelischen Pressedienst. "Wir brauchen sie als Akteure gegen religiösen Hass", unterstrich der Diplomat. 

Syrien-Krieg: UN-Hochkommissar verlangt Strafverfolgung der Täter

Genf (epd). Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al Hussein, hat eine Verfolgung der Gewalttaten in Syrien durch den Internationalen Strafgerichtshof verlangt. Bei den Angriffen des Assad-Regimes auf das Rebellengebiet Ost-Ghuta handele es sich um potenzielle Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sagte Seid am Freitag vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf.

Rotes Kreuz liefert erstmals seit Dezember Güter ins syrische Afrin

Genf (epd). Das Rote Kreuz hat mit der Auslieferung von Hilfsgütern für 50.000 Menschen in der umkämpften nordsyrischen Region Afrin begonnen. Es sei die erste Lieferung von Lebensmitteln, Kleidung und anderen humanitären Gütern in das Gebiet seit Anfang Dezember 2017, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz am Donnerstag in Genf mit.

Konfliktbarometer 2017: Zahl der Kriege auf 20 gestiegen

Heidelberg (epd). Weltweit 20 Kriege und 385 Konflikte hat das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung im vergangenen Jahr gezählt. Damit waren es zwei Kriege mehr als im Jahr zuvor, aber fast 20 Konflikte weniger. Mehr als die Hälfte der 385 Konflikte würden jedoch nach wie vor gewaltsam ausgetragen, heißt es in dem am Mittwoch vorgestellten Konfliktbarometer 2017.

Guterres verlangt sofortige Waffenruhe in Syrien

Genf/Brüssel (epd). UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die sofortige Umsetzung der internationalen Resolution zur Waffenruhe in Syrien verlangt. Angesichts neuer Angriffe auf das Rebellengebiet Ost-Ghuta bei Damaskus sagte Guterres am Montag vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf, es sei höchste Zeit, die "Hölle auf Erden" zu stoppen.