Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Wadephul dringt auf mehr humanitäre Hilfe im Gaza-Streifen

Außenminister Wadephul (CDU) fordert Israel auf, mehr humanitäre Hilfe in den Gaza-Streifen zu lassen. Er zeigte sich offen für das neue Verteilsystem, das Israel gemeinsam mit den USA eingerichtet hat. An dem gibt es jedoch viel Kritik.

DDR-Bürgerrechtlerin Poppe: Pazifismus hilft heute nicht

Berlin (epd). Die DDR-Bürgerrechtlerin Ulrike Poppe hat eine Abkehr von pazifistischen Idealen gefordert. Mit Blick auf Russlands Krieg in der Ukraine sagte Poppe dem „Tagesspiegel“-Newsletter „Im Osten“ (Donnerstag), ein Waffenstillstand in einem vom Aggressor besetzten Land sei kein Frieden.

Recherchestellen: Drastischer Anstieg antisemitischer Vorfälle

Die Lage in Nahost befeuert den Antisemitismus in Deutschland. 2024 zählte der Rechercheverband Rias mehr als 8.600 antisemitische Vorfälle - 77 Prozent mehr als 2023. Bundesbildungsministerin Karin Prien spricht von einer alarmierenden Entwicklung.

UN-Kommissar: Angriffe auf Zivilisten stellen Kriegsverbrechen dar

Genf (epd). Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat die mutmaßlichen Tötungen von Hilfe suchenden Menschen im Gaza-Streifen durch Israels Armee scharf verurteilt. Angriffe auf Zivilisten stellten eine schwere Verletzung des Völkerrechts und ein Kriegsverbrechen dar, erklärte Türk am Dienstag in Genf.

UN verlangen Untersuchung mutmaßlicher Tötungen von Palästinensern

New York, Genf (epd). UN-Generalsekretär António Guterres fordert eine unabhängige Untersuchung der mutmaßlichen Tötungen von Hilfe suchenden Menschen im Gaza-Streifen. Die Täter müssten zur Rechenschaft gezogen werden, verlangte Guterres am Montag in New York. Israel habe als Besatzungsmacht die völkerrechtliche Verpflichtung, Hilfe für die Bevölkerung zuzulassen und zu ermöglichen.

Lage in Gaza: Verschärfter Widerspruch aus Deutschland

Das Vorgehen des israelischen Militärs in Gaza sorgt inzwischen für scharfen Widerspruch auch aus Deutschland. Kanzler Merz spricht von überschrittenen Grenzen. Die evangelische Kirche und ihr Hilfswerk appellierten, die Gewalt sofort zu stoppen.

Katholische Laien beenden Treffen mit Nahost-Resolution

Paderborn (epd). Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) kritisiert in einer Erklärung sowohl die israelische Regierung als auch die Hamas für ihr Vorgehen im Gaza-Krieg. Die katholische Laienorganisation nahm am Samstag zum Abschluss ihrer Vollversammlung in Paderborn „mit überwältigender Mehrheit“ eine Resolution zum Nahost-Konflikt an, wie das ZdK mitteilte.

Rufe nach Ausweitung der Hilfe im Gaza-Streifen

Erstmals nach einer wochenlangen Blockade durch Israel sind wieder humanitäre Hilfsgüter in den Gaza-Streifen gelangt - doch bei Weitem nicht genug, kritisieren Hilfsorganisationen. Auch die UN mahnen eine Ausweitung der Hilfe an.