Kirchliche Friedensarbeit trägt dazu bei, dass Fragen des Friedens noch stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit der Kirche rücken: in Gottesdienst und Andacht, im konstruktiven Umgang mit Konflikten in und außerhalb der Kirche, durch gesellschaftspolitisches Engagement und übergreifende Projekte. Themen sind u.a. Versöhnungs- und Erinnerungsarbeit, Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus, Zusammenhänge zwischen Frieden, Gerechtigkeitsfragen und die Bewahrung der Schöpfung.

Kirchliche Friedensarbeit

EBCO: Europa war 2021 kein sicherer Ort für Kriegsdienstverweigerer

Europa ist auch im vergangenen Jahr für viele Menschen, die den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigerten, kein sicherer Ort gewesen. Vielmehr seien Kriegsdienstverweigerer in vielen europäischen Ländern nach wie vor einer Strafverfolgung, Verhaftungen, Prozessen vor Militärgerichten, Inhaftierungen, Geldstrafen. Einschüchterungen, Morddrohungen und Diskriminierungen ausgesetzt gewesen.

EAK: Bedarf an KDV-Beratungen ist deutlich gestiegen

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) sieht angesichts des Krieges in der Ukraine einen deutlich höheren Bedarf an KDV-Beratungen vor allem für Reservistinnen und Reservisten sowie Ungemusterte. „Wir verzeichnen seit Ausbruch des Krieges eine sehr starke Zunahme an Anfragen zum Thema Kriegsdienstverweigerung“, betont Wolfgang M.

Kriegsdienstverweigerung: Interesse an Beratung gestiegen

Bonn (epd). Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine ist das Interesse an der Beratung für Kriegsdienstverweigerer der evangelischen Kirchen gestiegen. „Bisher waren es vor allem aktive Soldatinnen und Soldaten, die sich bei uns gemeldet haben“, erklärte Wolfgang Burggraf, Geschäftsführer der Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK), am Montag in Bonn.

Kirchenpräsident Jung fordert Gemeinden zu Debatte über Frieden auf

Darmstadt (epd). Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung fordert angesichts des Angriffs Russlands auf die Ukraine die Kirchengemeinden zu einer Debatte über Wege zum Frieden auf. Christinnen und Christen seien herausgefordert, „nach Wegen zu suchen, wie Gewalt beendet werden kann“, schreibt Jung in einem am Freitag in Darmstadt veröffentlichten Brief.

Friedensforscherin: Gefragt sind "gestandene Diplomaten"

Kirchheim/Berlin (epd). Für die Vermittlung im Ukraine-Konflikt wünscht sich Martina Fischer, Referentin für Frieden und Konfliktbearbeitung beim evangelischen Hilfswerk Brot für die Welt mit Sitz in Berlin, „gestandene Diplomaten aus Nicht-Nato-Ländern“.

Friedensdienste: Sicherheitspolitik nicht nur militärisch ausrichten

Bonn (epd). Friedens- und Entwicklungsorganisationen fordern eine stärkere friedenspolitische Ausrichtung der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine werde derzeit vor allem auf militärische Stärke gesetzt, kritisierte das Konsortium Ziviler Friedensdienst (ZFD) am Donnerstag in Bonn.

Mehr als 100.000 Menschen bei Demos gegen Ukraine-Krieg

Hamburg, Berlin (epd). Etwa 125.000 Menschen haben am Sonntag in fünf deutschen Städten gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. Unter dem Motto „Stoppt den Krieg“ gingen laut den Veranstaltern in Berlin 60.00 Menschen auf die Straße. In Stuttgart seien es 35.000 Teilnehmende gewesen, in Frankfurt 12.000, in Hamburg 10.000 und in Leipzig 8.000, teilten die Organisatoren mit.