Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

"Wir dürfen nicht vergessen"

Stuttgart/Tübingen (epd). Vor 70 Jahren wurde Theodor Heuss (1884-1963) der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Bereits drei Monate nach seiner Wahl hält er eine programmatische Rede: "Das scheußliche Unrecht, das sich am jüdischen Volk vollzogen" habe, müsse "zur Sprache gebracht" werden.

AGDF: Friedenssynode der EKD in Dresden soll Gewaltfreiheit stärken

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat begrüßt, dass die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in diesem Jahr unter dem Thema „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ die Friedensbotschaft des Evangeliums und den Friedensauftrag der Kirchen neu bedenken und auf die politischen Herausforderungen der Zeit beziehen will.

AGDF: EKD-Synode soll Atomwaffen ächten

Die Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat in einer einstimmig verabschiedeten Resolution die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aufgefordert, bei ihrer Tagung im November in Dresden einen Beschluss zur Ächtung von Atomwaffen und gegen die nukleare Abschreckung als eine heute noch mögliche ethisch verantwortbare Sicherheitspolitik zu ve

AGDF zieht eine positive Bilanz ihres Jubiläumsjahres

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat auf ihrer Mitgliederversammlung in Lehrte-Sievershausen eine positive Bilanz ihres Jubiläumsjahres gezogen. Der Friedensverband war 1968, also vor 50 Jahren, gegründet worden. Seit September vergangenen Jahres hatte es aus diesem Anlass über das Jahr verteilt zahlreiche Veranstaltungen gegeben.

Landgericht bestätigt Urteile gegen Atomwaffengegner

Koblenz (epd). Das Landgericht Koblenz hat in einem Berufungsverfahren die Urteile gegen vier Atomwaffen-Gegner bestätigt. Wegen Hausfriedensbruch müssen die zwei Männer und zwei Frauen jeweils 30 Tagessätze zahlen (AZ: 13 Ns 2010 Js 15824/17). Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig, teilte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit.

Bund für Soziale Verteidigung ist neues Mitglied der AGDF

Der „Bund für Soziale Verteidigung“ (BSV) ist neues Mitglied der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Der BSV ist ein 1989 gegründeter pazifistischer Fachverband der deutschen Friedensbewegung zur Entwicklung von Alternativen zu Militär und Gewalt, dem mehr als 450 Einzelmitglieder sowie 40 Mitgliedsorganisationen angehören und der seinen Sitz in Minden hat.

Todesurteil Wahlteilnahme

Dubai/Kabul (epd). Wenig ist normal in diesen Tagen in Afghanistan. Die für Samstag geplante Wahl eines neuen Präsidenten wird von täglichen Anschlägen, Gewalt und Misstrauen überschattet. Die Situation ist so prekär, dass eine Gruppe von Politikern bereits gefordert hat, die Abstimmung ganz abzusagen.

Mit Imamen gegen Salafisten

Frankfurt a.M. (epd). Die ersten Rückkehrer aus dem "Islamischen Staat" (IS) in Syrien und Irak sind in Deutschland zu Haftstrafen verurteilt worden. Die Rückkehrer gälten im Gefängnis für viele muslimische Häftlinge als Helden, sagte der Imam und Seelsorger in der JVA Wiesbaden, Husamuddin Meyer, am Dienstag in Frankfurt am Main. Ihre Argumente hätten Gewicht.

Jerusalemer Pfarrerin: Palästinenser resignieren zusehends

Jerusalem (epd). Die Jerusalemer Pfarrerin Gabriele Zander beobachtet eine wachsende Resignation unter den Palästinensern im arabischen Ostteil der Stadt. Die Stimmung sei kontinuierlich schlechter geworden, sagte die Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache zu Jerusalem am Montagabend bei einem Treffen mit Kirchenvertretern und Landtagsabgeordneten aus Nordrhein-Westfalen.

Justizministerin: Islamische Seelsorger in allen Gefängnissen

Frankfurt a.M./Wiesbaden (epd). Alle 16 Gefängnisse in Hessen bieten nach Angaben der hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) islamische Seelsorge an. Dies sei ein wichtiger Baustein im Bemühen um die Deradikalisierung von islamischen Extremisten, sagte die Ministerin am Dienstag in der JVA I in Frankfurt am Main.