Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, und zerstörten Lebensgrundlagen. Sie sind auf der Suche nach Sicherheit und Frieden. Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht und darf niemandem verwehrt werden.

Flucht und Asyl

UN bringen Tausende Migranten aus Libyen zurück in ihre Heimat

New York/Genf (epd). Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat in diesem Jahr mehr als 7.200 in Libyen gestrandete Ausländer in ihre Heimatländer zurückgebracht. Die Migranten hätten dem Konfliktland freiwillig den Rücken gekehrt, teilte die IOM am Freitag in Genf mit.

15 Kinder von IS-Kämpfern aus dem Irak nach Deutschland ausgereist

Berlin (epd). Seit Inhaftierung der ersten Anhängerinnen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Sommer 2017 konnten 15 Kinder den Irak in Richtung Deutschland verlassen. Wie am Donnerstag aus dem Auswärtigen Amt verlautete, reisten sie in Begleitung von Angehörigen aus. Derzeit werde noch eine niedrige einstellige Zahl von Kindern im Irak konsularisch betreut.

UN: Mindestens 390 Kinder in syrischem Flüchtlingslager gestorben

Genf (epd). In dem überfüllten Flüchtlingslager Al-Hol in Syrien herrschen laut einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen unmenschliche Zustände. Mindestens 390 Kinder seien bereits einen vermeidbaren Tod durch Unterernährung oder Infektionen gestorben, betonte der Vorsitzende der Kommission, Paulo Sérgio Pinheiro, am Mittwoch in Genf.

EKD-Experte warnt vor schwieriger Lage der Christen in Syrien

Düsseldorf (epd). Die Situation der Christen im Bürgerkriegsland Syrien bleibt nach Einschätzung des evangelischen Migrationsexperten Manfred Rekowski besorgniserregend. "Viele haben das Land verlassen. Die Sorge um die Macht der Islamisten prägt da Leben der verbleibenden Christen enorm", sagte der Präses der rheinischen Landeskirche am Freitag in Düsseldorf.

Mehr als 1.000 zivile Todesopfer in Nordwest-Syrien

Genf/Frankfurt (epd). Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat die hohe Zahl ziviler Todesopfer durch Militärangriffe des Assad-Regimes und Russlands in Nordwest-Syrien angeprangert.

Bischof Hein: Christen in Syrien hoffnungsvoll

Kassel (epd). Unter vielen Christen in Syrien gibt es nach Einschätzung des kurhessischen Bischofs Martin Hein derzeit eine positive Stimmung. "Die Hoffnung, dass es bergauf geht, überwiegt", sagte Hein am Montag nach der Rückkehr von der Reise einer kleinen kurhessischen Delegation zur befreundeten rum-orthodoxen Kirche von Antiochia, die in Syrien und ihm Libanon verbreitet ist.

Sehnsucht nach Gerechtigkeit

Bamako (epd). Ahmed ist ein überschlanker Mann im blauen Anzug und wirkt eher scheu. Dabei sind seine Worte radikal, er verteidigt Gewalt bis hin zum Mord. Der Malier, der seinen richtigen Namen nicht genannt haben will, ist Mitglied der islamistischen Gruppe Katiba Macina, die im Zentrum des westafrikanischen Landes operiert.

Wie aus Partnern Feinde wurden

Bamako (epd). Mahamad Guindo sitzt auf einem einfachen Bettgestell, direkt neben ihm knabbert ein Schaf ein paar Halme Stroh. Guindo hat auf dem Viehmarkt der malischen Hauptstadt Bamako Zuflucht gesucht, zusammen mit Dutzenden weiterer Vertriebener. Sie gehören alle zum Volk der Dogon und sind vor der Gewalt im Zentrum des westafrikanischen Staates Mali geflohen.

Schafe helfen nach Missernten

Bamako (epd). Die Bäuerin Woiri Diarra sitzt im Schatten vor ihrem Haus im Dorf Didiéni in Mali, etwa 170 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bamako. Die Erde ist staubtrocken, die Felder liegen brach. Der Blick auf die Natur macht Diarra Angst. "Diese Trockenheit ist eine Folge des Klimawandels", ist die achtfache Mutter überzeugt. Sie kennt ihr Alter nicht, ist aber wohl Ende 40.

Bestürzung über Luftangriff auf Flüchtlingslager in Libyen

Genf/Tripolis (epd). Ein Luftangriff auf ein Internierungslager für Flüchtlinge und Migranten in Libyen hat international Bestürzung ausgelöst. Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, erklärte am Mittwoch in Genf, Zivilisten dürften niemals ein militärisches Ziel sein.