Genf (epd). Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat sich für effektivere Bekämpfung des illegalen Waffenhandels ausgesprochen. Viele Staaten seien trotz Unterzeichnung eines UN-Abkommens gegen solche Geschäfte nach wie vor in sie verstrickt, warnte IKRK-Präsident Peter Maurer in einer am Montag in Genf veröffentlichten Videobotschaft.
Schwerte (epd). Konflikte weltweit sollten nach Einschätzung von Experten aus Kirche und Politik in erster Linie mit zivilen Mitteln gelöst werden. Militärische Operationen könnten zwar für Waffenruhe sorgen, sagte die Präsidentin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel, am Samstag in Schwerte. Doch tragfähige Strukturen und soziale Einrichtungen könnten nur politisch erreicht werden.
Schwerte (epd). Der evangelische Friedensbeauftragte Renke Brahms kritisiert die Debatte über Deutschlands Verantwortung in der Welt als "militärlastig". Der geschichtlichen Verpflichtung der Bundesrepublik entspreche noch immer eine militärische Zurückhaltung, sagte der Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Freitag auf einer friedensethischen Tagung in Schwerte.
Loccum/Bonn (epd). Eine für September geplante Tagung in der Evangelischen Akademie Loccum über "Rüstungsproduktion, Waffenexporte und Friedensethik" stößt auf Kritik von Friedensgruppen. Bei der Tagung mit dem Untertitel "Woran soll sich die deutsche Rüstungspolitik orientieren?" vom 1. bis zum 3.
Osnabrück (epd). Angesichts der Entführung einer deutschen Entwicklungshelferin in Afghanistan hat der Grünhelme-Gründer Rupert Neudeck der deutschen Politik vorgeworfen, eklatant versagt zu haben.
Düsseldorf/Berlin (epd). Die höchste Zahl rechtsextremer Gewalttaten entfällt im Ländervergleich nach Angaben des Bundesinnenministeriums auf Nordrhein-Westfalen. Mit 370 registrierten Delikten im vergangenen Jahr steht demnach NRW an erster Stelle, gefolgt von Berlin mit 111 und Sachsen mit 86 Fällen.
Duisburg (epd). Im Kampf gegen religiösen Extremismus wollen der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen die gemeinsame Präventionsarbeit ausbauen. "Alle müssen an einem Strang ziehen, um diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung zu meistern", sagte Bundesjugendministerin Manuela Schwesig (SPD) am Montag in Duisburg.
Bonn (epd). „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“ Auf diesen Artikel 4, Absatz 3 des Grundgesetzes haben sich seit den 1960er-Jahren Zehntausende junger Leute berufen, um den Wehrdienst zu verweigern. Ein abgeschlossenes Kapitel, könnte man denken.
Den Haag (epd). Das südostasiatische Land Myanmar hat sich am Freitag der Chemiewaffen-Konvention angeschlossen. Damit sind 191 Staaten dem Abkommen beigetreten, das den Einsatz chemischer Waffen verbietet. Ahmet Üzümcü, Generaldirektor der Überwachungsorganisation OPCW, sprach in Den Haag von einem weiteren Schritt auf dem Weg zu einer Welt ohne Chemiewaffen.