Berlin (epd). Der Fall des Terrorverdächtigen Dschaber Al-Bakr hat es erneut vor Augen geführt: Offenbar in kurzer Zeit können sich junge Menschen radikalisieren und zum potenziellen Gewalttäter entwickeln - ohne dass es dafür zuvor erkennbare Anzeichen gibt. Radikalisierungstendenzen sind derzeit im gesamten politischen Spektrum zu beobachten.
Dresden (epd). Mit einer Kundgebung am Sonntag will die regierungs- und fremdenfeindliche "Pegida"-Bewegung in Dresden an ihr erstes öffentliches Auftreten vor zwei Jahren erinnern.
Den Haag (epd). Burundi kündigt als erstes Land die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof auf. Die Nationalversammlung in Bujumbura stimmte am Mittwoch mit großer Mehrheit für ein Gesetz zum Austritt des Landes, wie der französische Auslandssender RFI berichtete. Die Ankläger in Den Haag hatten im Frühjahr Vorermittlungen zu Gewalttaten in dem ostafrikanischen Land begonnen.
Berlin (epd). Bomben auf Krankenwagen: Im belagerten Ostteil der syrischen Stadt Aleppo sind nach Angaben von "Ärzte ohne Grenzen" mindestens fünf Krankenwagen im vergangenen Monat bei Luftangriffen getroffen worden. Auch Fahrer und Ersthelfer seien verletzt worden. Derzeit seien nur noch elf Rettungsfahrzeuge einsatzfähig, erklärte die Nothilfeorganisation am Mittwoch in Berlin.
London/Nairobi (epd). Äthiopien hat erneut Truppen von einem strategisch wichtigen Stützpunkt im Nachbarland Somalia abgezogen. Die Aufgabe von el-Ali sei nach dem Beschuss der Basis erfolgt, berichtete der britische Sender BBC am Dienstag. Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab habe nun in dem Ort die Kontrolle übernommen.
Brüssel (epd). Der Umgang mit Sprache und Propaganda ist nach Ansicht von Friedens- und Sicherheitsexperten extrem wichtig bei der Bekämpfung des islamistischen Extremismus.
Münster (epd). Der jordanische König Abdullah II. hat für die Aufnahme Hunderttausender Flüchtlinge in seinem Land und seine Nahost-Friedensbemühungen den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens erhalten. Abdullah und seine Landsleute hätten Maßstäbe für Humanität und Mitmenschlichkeit gesetzt, sagte Bundespräsident Joachim Gauck am Samstag bei der Preisverleihung in Münster.
Berlin (epd). Mehrere tausend Menschen sind am Samstag einem Aufruf der Friedensbewegung gefolgt und haben in Berlin gegen Krieg und Militäreinsätze demonstriert. Der Demonstrationszug zog vom Alexanderplatz durch das Regierungsviertel zum Brandenburger Tor, an dessen Westseite die Abschlusskundgebung stattfand.
Oslo/Frankfurt a.M. (epd). Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos. Der 65-Jährige erhalte den Preis für seine Bemühungen, den Krieg in seinem Land zu beenden, teilte die Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees, Kaci Kullmann Five, am Freitag in Oslo mit.
Köln (epd). Die Türkisch-Islamische Union (Ditib) beklagt eine Zunahme von Übergriffen auf ihre Moscheen. Die Angriffe hätten ein bedrohliches Ausmaß erreicht, erklärte der Islamverband am Donnerstagabend in Köln. Allein in der vergangenen Woche habe es vier Übergriffe auf Ditib-Moscheen in Bebra, Schwäbisch Gmünd, Dresden und Hamm gegeben.