Würzburg (epd). Helena Kaiser* war 18 Jahre alt, als sie unterschrieb. Medizin wollte sie studieren, bei der Bundeswehr. Ihr Abitur war zwar gut - für einen der wenigen zivilen Studienplätze reichte ihr Notenschnitt 2009 aber nicht. Für 17 Jahre verpflichtete sich die junge Frau bei der Armee.
Hagen (epd). Die westfälische Präses Annette Kurschus hat vor einer Instrumentalisierung des christlichen Glaubens für fremdenfeindliche Stimmungsmache gewarnt.
Stockholm/Berlin (epd). Der weltweite Handel mit Waffen wächst weiter. Das Geschäft mit Rüstungsgütern nahm von 2012 bis 2016 um 8,4 Prozent zu verglichen mit dem Fünfjahreszeitraum davor, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag bekanntgab. Insgesamt sei dies das größte Handelsvolumen seit Ende des Kalten Krieges gewesen.
Dohuk/Athen (epd). Beharrlich erinnert Nadia Murad an die Frauen, die bis heute das Schicksal erleiden, dem sie selbst entflohen ist. "Hat die Welt uns vergessen?!!", fragt sie über den Kurznachrichtendienst Twitter und weist darauf hin, dass sich noch immer 3.000 jesidische Mädchen und Frauen in der Gewalt der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) befinden.
Bonn/Kassel (epd). Das Plakat zur diesjährigen Ökumenischen Friedensdekade zeigt eine kämpferische Friedenstaube. Das Siegermotiv eines Plakatwettbewerbs zum Motto der Friedensdekade 2017, "Streit!", stammt von Antje Hubold aus Drispeth in Mecklenburg-Vorpommern, wie der Verein Ökumenische Friedensdekade am Sonntag in Bonn und Kassel mitteilte.
Passau (epd). Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert mehr Investitionen in Rüstung und Sicherheit. "Wir Europäer dürfen uns nicht länger darauf verlassen, dass irgendjemand anderes für unsere Sicherheit sorgt", sagte von der Leyen der "Passauer Neuen Presse" (Samstag).
Hannover (epd). In der Diskussion um eine Aufstockung des Verteidigungsetats zeigt sich Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) skeptisch. "Wir dürfen uns nicht in eine Aufrüstungsspirale treiben lassen", sagte Gabriel der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Samstag).
Berlin/Bonn (epd). In der Diskussion um eine Aufstockung des deutschen Militäretats haben Vertreter der evangelischen Kirche eine Stärkung der Mittel für Konfliktprävention gefordert. Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, sagte am Freitag in Bonn, ein Zuwachs im Verteidigungsetat von 37 auf 60 Milliarden Euro sei "wahnwitzig".
Berlin (epd). Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat vor dem Hintergrund der Diskussion über eine deutliche Aufstockung des deutschen Verteidigungsetats an die Politik appelliert, auch die Mittel für Krisenprävention zu stärken.