Berlin (epd). Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr dürfen ab Januar kostenfrei Züge der Deutschen Bahn nutzen - dienstlich wie privat. Voraussetzung ist, dass sie Uniform tragen. So sieht es eine Vereinbarung vor, die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Montag in Berlin unterschrieben haben.
Genf (epd). Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, hat Regierung und Rebellen im Südsudan aufgefordert, mehr Anstrengungen für einen dauerhaften Frieden zu unternehmen. Trotz der Unterzeichnung eines Friedensvertrags im September 2018 sei die Lage weiter kritisch, erklärte Grandi am Freitag in Genf.
Berlin/Den Haag (epd). Menschenrechtsorganisationen haben den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag aufgefordert, die Verantwortlichkeit europäischer Rüstungsfirmen für Kriegsverbrechen im Jemen zu prüfen.
Genf (epd). Der Präsident der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, Francesco Rocca, fordert einen konsequenteren Schutz der Zivilbevölkerung in Krisen- und Konfliktgebieten. "Staaten müssen diskutieren, wie Zivilisten besser geschützt werden können", sagte Rocca dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Rand der Internationalen Rotkreuz-Konferenz in Genf.
Berlin (epd). Für jüdische Bundeswehrsoldaten kann es voraussichtlich schon bald eigene Kirchliche Friedensarbeitr geben. Das Bundeskabinett gab am Mittwoch in Berlin seine Zustimmung zu einem Staatsvertrag für die Verankerung jüdischer Kirchliche Friedensarbeit. Erstmals seit 100 Jahren würde es damit wieder Militärrabbiner in der deutschen Armee geben.
Oslo/Aachen (epd). Der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed hat in Oslo den Friedensnobelpreis entgegengenommen. Zu Beginn seiner Rede am Dienstag dankte er dem eritreischen Präsidenten Isayas Afewerki. Dessen guter Wille, Vertrauen und Einsatz hätten den Frieden zwischen Äthiopien und Eritrea erst ermöglicht.
Stockholm (epd). Die 100 größten Rüstungskonzerne der Welt (ohne China) machen nach Analysen von Friedensforschern weiter glänzende Geschäfte: Die Firmen verkauften im vergangenen Jahr Waffen und militärische Dienstleistungen im Wert von 420 Milliarden US-Dollar (380 Milliarden Euro), wie das internationale Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag in Stockholm mitteilte.
Osnabrück/Stockholm (epd). Angesichts steigender Umsätze in der internationalen Rüstungsindustrie ziehen kirchliche Hilfswerke die Politik zur Verantwortung.
Schwerte (epd). Winfried Nachtwei, früherer Bundestagsabgeordneter der Grünen, hat vor einem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan gewarnt. Entscheidend sei es, humanitäre Zugänge auf der "untersten Ebene" freizuhalten, sagte der Afghanistan-Experte seiner Partei am Sonntag auf einer Podiumsdiskussion der Evangelischen Akademie Villigst in Schwerte.