Frankfurt a.M./Naypyidaw (epd). Eine bei den Protesten gegen den Militärputsch in Myanmar lebensgefährlich verletzte Frau ist gestorben. Das habe einer ihrer Ärzte bekanntgegeben, berichteten die Nachrichtenportale "Irrawaddy" und "Myanmar Now" am Freitag. Die 20-jährige Mya Thwe Thwe Khine ist damit das erste bestätigte Todesopfer seit Beginn der Demonstrationen.
Berlin/München (epd). 72 Millionen Kinder in Konfliktgebieten sind laut Save the Children akut in Gefahr, Opfer sexueller Gewalt zu werden. Das Risiko sexueller Gewalt durch Bewaffnete treffe auf jedes sechste der weltweit 426 Millionen Kinder in Konfliktgebieten zu, heißt es in einem Bericht der Kinderrechtsorganisation zur digitalen Sonderausgabe der Münchner Sicherheitskonferenz.
Genf (epd). Nach fast zehn Jahren Krieg in Syrien haben UN-Experten deutlich mehr Engagement für eine politische Lösung des Konflikts angemahnt. Der Versuch einer militärischen Lösung habe zu Tod und Zerstörung geführt, erklärte die UN-Untersuchungskommission zu Syrien am Donnerstag in Genf. Ein brutales autoritäres Regime schlage Kritik mit unermesslicher Gewalt nieder.
Dubai/Kabul (epd). Die meisten Delegierten sind längst zurück in Kabul: Seit einem Monat stocken die Verhandlungen zwischen afghanischen Regierungsvertretern und den aufständischen Taliban im Wüstenemirat Katar. Die Taliban "wollen die alleinige Macht", klagte Afghanistans Sicherheitsberater Hamdullah Mohib am Wochenende. Frieden sei überhaupt nicht das Ziel der Aufständischen.
Frankfurt a.M./Naypyidaw (epd). Myanmars gestürzter De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi droht offenbar eine zweite Klage durch das Militärregime. Ihr werde ein Verstoß gegen das nationale Katastrophenschutzgesetz vorgeworfen, berichtete das Nachrichtenportal "Myanmar Now" am Dienstag. Mit derselben Anschuldigung sieht sich der ebenfalls abgesetzte Präsident Win Myint konfrontiert.
Brüssel/Straßburg (epd). Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Deutschland vom Vorwurf freigesprochen, den Nato-Luftangriff bei Kundus 2009 nicht ausreichend aufgeklärt zu haben. Geklagt hatte ein Afghane, der bei dem von einem Bundeswehr-Oberst angeforderten Bombardement zwei Kinder verlor, wie der EGMR am Dienstag in Straßburg mitteilte.
Den Haag (epd). Zwei zentralafrikanische Rebellenführer haben eine Anklage des Internationalen Strafgerichtshofs wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zurückwiesen.
Frankfurt a.M./Rangun (epd). Trotz Machtdemonstrationen des Militärs hat es in Myanmar neue Proteste gegen das Regime gegeben. Unter anderem demonstrierten am Montag etliche Menschen vor der Zentralbank in der früheren Hauptstadt Rangun, wie das Nachrichtenportal "Myanmar Now" berichtete. Dabei hat die Bevölkerung eine Nacht der Angst hinter sich.