Berlin (epd). Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat im Bundestag für den Ausbau sozialer Sicherungssysteme in armen Ländern geworben. Bei einer Debatte über die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung am Freitag in Berlin sagte sie, es gehe um eine Sicherheitspolitik, die auf mehr abziele als militärische Sicherheit.
Büchel, Bonn (epd). Unter dem Motto „Wende zum Frieden“ laden kirchliche Gruppen zum sechsten Mal zu einem Aktionstag für eine atomwaffenfreie Welt ein. Sie wollen am 24. Juni vor dem Haupttor des Bundeswehr-Fliegerhorsts Büchel in der Eifel einen ökumenischen Gottesdienst feiern, wie ein Sprecher der evangelischen Friedensarbeit am Freitag in Bonn ankündigte.
Die Europäische Union hat bei ihrer Geberkonferenz Spenden in Höhe von 5,6 Milliarden Euro für Syrien mobilisiert. Allein Deutschland sagte 1,05 Milliarden Euro zu. Hilfsorganisationen hatten vor Engpässen gewarnt.
Berlin (epd). Der Vorsitzende der Enquete-Kommission zu den Lehren des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr, Michael Müller (SPD), kritisiert rückblickend eine mangelnde Zusammenarbeit der zuständigen Ministerien während des 20-jährigen Engagements. Der Bundestagsabgeordnete sagte am Donnerstag in Berlin, „der integrierte Ansatz hat nur unzureichend funktioniert“.
Berlin (epd). Die Bundesregierung plant eine Neuausrichtung bei den Rüstungsexportregeln. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sagte am Mittwoch bei der Vorstellung der nationalen Sicherheitsstrategie in Berlin, auf manche Dinge gebe es keine einfachen Antworten, und „in dieser Welt nach der Zeitenwende“ sei einiges anders.
Frankfurt a.M. (epd). Russische Männer, die nicht im Ukraine-Krieg kämpfen wollen, haben unverändert kaum Möglichkeiten, sich nach Westeuropa abzusetzen. Die russische „Bewegung der Kriegsdienstverweigerer“ hat an die EU-Staaten appelliert, Wege zur legalen Einreise zu schaffen.
Nairobi/Dschibuti (epd). Ostafrikanische Staaten haben direkte Verhandlungen mit den Konfliktparteien im Sudan angekündigt. Kenias Präsident William Ruto soll demnach innerhalb von zehn Tagen mit dem sudanesischen Armeechef Abdel Fattah al-Burhan und dem Befehlshaber der paramilitärischen „Rapid Support Forces“ (RSF), Mohamed Hamdan Dagalo, Gespräche führen.
Die deutschen Friedensinstitute sehen im Krieg gegen die Ukraine gegenwärtig keinen anderen Ausweg, als das überfallene Land militärisch zu unterstützen. Verhandlungen könnten nur international und mit Sicherheitszusagen geplant werden.
Die neun Atomwaffenmächte rüsten laut Experten weiter auf. Zum dritten Mal in Folge steigerten die Staaten ihre Ausgaben für die Massenvernichtungswaffen.
Nürnberg/Hamburg (epd). Der mennonitische Theologe Fernando Enns von der Universität Hamburg hat die „starken nationalistischen Tendenzen“ in der Ukraine und in Russland beklagt. „Die Wahrheit wird bereits vor jedem Krieg getötet. Sonst kriegt man die Menschen einfach nicht dazu, sich gegenseitig umzubringen“, sagte er am Sonnabend beim evangelischen Kirchentag in Nürnberg.