Zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung (ZKB) ist die Bearbeitung von potentiell gewaltträchtigen Konflikten durch konstruktive Methoden, die auf Gewaltanwendung verzichten. Zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung ist eine Alternative zum Versuch mit Waffengewalt Konflikte einzudämmen. Sie befördert im In- und Ausland eine neue Konfliktkultur. Entsprechende Instrumente wie der Zivile Friedensdienst (ZFD) oder das Zentrum für internationale Friedenseinsätze (ZIF) sind auf staatliche Förderung angewiesen – auch für den Einsatz in Deutschland.

Zivile Konfliktbearbeitung

Renke Brahms: Neues Nachdenken über Artikel 16 des Augsburger Bekenntnisses ist nötig

Ein neues Nachdenken über den Artikel 16 der Confessio Augustana, wonach Christen rechtmäßig Kriege führen können, hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, gefordert. Zum Gedenktag der Confessio Augustana (25. Juni) sprach sich der Theologe für eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Aussagen der lutherischen Bekenntnisschrift aus.

Militärbischof: Leitlinien zur Friedenssicherung wichtiger Schritt

Berlin (epd). Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat die neuen Leitlinien der Bundesregierung zur Friedenssicherung gelobt. Diese seien ein "entscheidender Schritt auf dem Weg zu einem politischen Gesamtansatz zur Gestaltung des Friedens", sagte Rink am Freitag in Berlin. Einen solchen Ansatz hätten die Kirchen seit Jahren immer wieder gefordert.

Bundeskabinett verabschiedet neue Leitlinien zu Friedenssicherung

Berlin (epd). Mit neuen Leitlinien für den Umgang mit Konflikten hat die Bundesregierung ihr Bekenntnis zur Friedenssicherung bekräftigt. Der am Mittwoch im Kabinett verabschiedete Katalog zu Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedensförderung sei eine strategische Weichenstellung, in der sich Deutschland auf hohe Standards verpflichte, heißt es in dem 73-seitigen Papier.

Nach dem G7-Gipfel: Außenpolitik wird Wahlkampfthema

Der Liedermacher Hannes Wader, EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann, die Publizistin Ulrike Guérot und rund 30 weitere Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Medien sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen, Religionsgemeinschaften und Gewerkschaften rufen zur Bundestagswahl gemeinsam zu Abrüstung und mehr Investitionen für Frieden und Gerechtigkeit auf.

Brahms: Die Menschen sehen und mit ihnen ins Gespräch kommen

Mehr Miteinander reden statt übereinander, mehr den anderen wahrnehmen, mit ihm ins Gespräch kommen und ihm Beachtung und Anerkennung schenken, dies forderte der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms bei einer Bibelarbeit auf dem Kirchentag auf dem Weg in Magdeburg.