Immense Staatsausgaben werden für Rüstung ausgegeben. Deutschland ist einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure der Welt. Die Kirchen sind sich einig, dass Rüstungsexporte restriktiv geregelt werden müssen und in Krisengebiete verboten werden sollten. Auch angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich die Frage nach (Auf- bzw. Ab-)Rüstung neu und fordert eine Positionierung heraus.

Rüstung

Reformierter Bund kritisiert EKD-Friedensdenkschrift

Die evangelische Kirche hat eine Friedensdenkschrift vorgelegt, in der sich die reale Bedrohung spiegeln soll. Die geänderte Position zu Atomwaffen wird vom Sprecher des Reformierten Bundes kritisch gesehen.

EKD-Ratsvorsitzende: Abschreckungsgedanke hat sich nicht erledigt

Bei der Synode der evangelischen Kirche wird es in diesem Jahr darum gehen, wie sie sich zu den Aufrüstungsbestrebungen verhält. Die EKD-Ratsvorsitzende verteidigt den politischen Kurs der Abschreckung, fordert aber "Abrüstung" in der Sprache.

Margot Käßmann: "Friedensbewegung ist ziemlich lebendig"

Stuttgart/Berlin (epd). An der Friedensdemonstration in Stuttgart haben am Tag der Deutschen Einheit nach Angaben der Veranstalter rund 15.000 Menschen teilgenommen. Die Stuttgarter Polizei gab auf epd-Anfrage an, keine Teilnehmendenzahlen zu veröffentlichen. Zeitgleich fand in Berlin unter dem gemeinsamen Motto „Nie wieder kriegstüchtig!“ eine weitere Demonstration statt.

Drohnen: Justizministerin warnt vor Bundeswehr-Einsätzen im Innern

Berlin (epd). Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat vor einem zu weitreichenden Einsatz der Bundeswehr im Innern im Zusammenhang mit Drohnenangriffen gewarnt. „Drohnenabwehr ist eine sicherheitspolitische Kernaufgabe“, sagte Hubig der „Welt am Sonntag“ (Online/Samstag).

Dobrindt zur Drohnenabwehr: Deutschland muss sich Wettrüsten stellen

München (epd). Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat angekündigt, weitere Maßnahmen in der Drohnenabwehr zu ergreifen. „Wir haben heute schon Fähigkeiten, wollen sie aber deutlich ausbauen“, sagte er am Rande des Migrationsgipfels der EU-Innenminister am Samstag in München.

"Red Storm Bravo" auch am Sonnabend von Protesten begleitet

Hamburg (epd). Anlässlich der Verteidigungsübung „Red Storm Bravo“ der Bundeswehr in Hamburg hat es in der Stadt auch am Sonnabend Proteste gegeben. Vom Hauptbahnhof aus startete eine Friedensdemonstration unter dem Motto „NEIN zur NATO-Kriegsübung Red Storm Bravo - JA zur zivilen Entwicklung!“, wie das Bündnis „Kein NATO-Hafen“ mitteilte.

Bündnis fordert erneut deutschen Beitritt zu Atomwaffen-verbotsvertrag

Bonn (epd). Das Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ hat seine Forderung nach einem Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag erneuert. „Statt nuklear abzurüsten, treibt die Bundesregierung die Stationierung der Tarnkappenbomber F-35 voran, um die Stationierung der neuen, zielgenaueren US-Atomwaffen zu ermöglichen“, erklärte Bündnissprecher Martin Singe am Donnerstag in Bonn.