Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

Bundeswehr mit über 5.000 Vorträge an Schulen

Essen/Berlin (epd). Soldaten der Bundeswehr haben im vergangenen Jahr als Karriereberater insgesamt 5.267 Vorträge an Schulen gehalten und für eine Berufslaufbahn bei der Armee geworben. Damit erreichten die besonders beauftragten Offiziere im vergangenen Jahr 115.367 Schülerinnen und Schüler, teilte das Verteidigungsministerium auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag mit.

Bundeswehr setzt wegen aktueller Spannungen Training im Irak aus

Berlin (epd). Die Bundeswehr hat das Training irakischer Streitkräfte angesichts der Spannungen im Mittleren Osten vorerst ausgesetzt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte am Mittwoch in Berlin, Deutschland orientiere sich dabei an den Partnernationen, die diesen Schritt vollzogen hätten. Es gelte die Regel, dass die Soldaten nicht oder nur aus gutem Grund ihre Lager verlassen.

Europa: In Frieden investieren

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Heiner Montanus, fordert die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum Europaparlament zum klaren Bekenntnis gegen Rüstungsausgaben auf.

Bundestag verlängert Mali-Einsatz der Bundeswehr

Berlin (epd). Der Bundestag hat den Einsatz deutscher Soldaten im westafrikanischen Krisenland Mali um ein Jahr verlängert. Am Donnerstag stimmte eine große Mehrheit der Abgeordneten bei einer namentlichen Abstimmung für eine weitere Beteiligung der Bundeswehr an der UN-Mission Minusma. Bis zu 1.100 Bundeswehrsoldaten können dem Mandat zufolge eingesetzt werden.

Atomwaffengegner dringen in Fliegerhorst Büchel ein

Büchel/Cochem (epd). Mit Anzeigen wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung müssen Atomwaffengegner rechnen, die am Dienstag das Gelände des Bundeswehrfliegerhorstes in Büchel in der Eifel betreten haben. Sie hätten Zäune durchtrennt und seien unter ihnen hindurch auf das Gelände gekommen, sagte ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Vom Frieden immer weiter entfernt

Bamako (epd). Kaum eine Woche vergeht, ohne dass aus dem westafrikanischen Mali ein Anschlag auf malische Militärs oder auf UN-Soldaten gemeldet wird - oder ein Massaker an Zivilisten. Dabei haben die Vereinten Nationen seit Sommer 2013 im Rahmen der Mission Minusma Friedenstruppen unter deutscher Beteiligung in Mali stationiert. Inzwischen sind es bis zu 13.000 Soldaten und 1.700 Polizisten.