Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

Zwei Drittel für Wehr- und Zivildienstpflicht

Hamburg (epd). Zwei Drittel der Deutschen sind für die Wiedereinführung einer Dienstpflicht - auch für Frauen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Online-Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Splendid Research, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Demnach sieht die Mehrheit der 1.004 Befragten in Wehr- und Zivildienst positive Auswirkungen auf die Gesellschaft.

EKHN-Experten gegen Einführung von freiwilligem Wehrdienst

Darmstadt (epd). Die hessen-nassauische Friedenspfarrerin Sabine Müller-Langsdorf und der Referent für Friedensbildung im Frankfurter Zentrum Oekumene, Wolfgang Buff, haben die Einrichtung eines freiwilligen Wehrdienstes zum Heimatschutz für Minderjährige scharf kritisiert.

Klage gegen Atomwaffen in Karlsruhe eingereicht

Karlsruhe/Büchel (epd). Atomwaffengegner haben am Montag in Karlsruhe eine Verfassungsbeschwerde gegen die Stationierung von Atomwaffen in Büchel in der Eifel eingereicht.

Kramp-Karrenbauer: Mehr Frauen in der Bundeswehr

München (epd). Einen höheren Anteil von Frauen in der Bundeswehr wünscht Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Seit 2000 seien alle Waffengatten auch für Frauen geöffnet.

Studie soll über Extremismus in Bundeswehr aufklären

Berlin (epd). Das Verteidigungsministerium plant eine Studie über politischen Extremismus in der Bundeswehr. Das Ziel bestehe darin, den Einfluss von Extremismus "vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungsprozesse zu untersuchen", bestätigte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag in Berlin einen Bericht des "Spiegels".