Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

Regierung wirbt für Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes

Berlin (epd). Außenminister Heiko Maas (SPD) und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) haben im Bundestag für die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan geworben. Maas verteidigte am Donnerstag in Berlin bei der ersten Lesung des Mandatentwurfs den weiteren Einsatz der deutschen Streitkräfte am Hindukusch. 

Militärbischof: Bundeswehr muss Entwicklung bei Drohnen mitgehen

Frankfurt a.M. (epd). Der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg hält den Einsatz von Drohnen bei der Bundeswehr für eine logische Folge technischen Fortschritts. Entwicklungen gerade im technischen Bereich könnten durch Verweigerung nur selten aufgehalten werden.

Högl fordert mehr politische Bildung in der Truppe

Berlin (epd). Als Konsequenz aus rechtsextremen Vorfällen in der Bundeswehr hat die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl (SPD), einen Ausbau der politischen Bildung und schnellere Verfahren vor den Truppengerichten gefordert. Bei der politischen Bildung müsse es noch einmal einen Schub geben, sagte Högl am Dienstag bei Vorstellung ihres ersten Jahresberichts als Wehrbeauftragte in Berlin.

Keine guten Perspektiven für Afghanistan

Dubai/Kabul (epd). Die meisten Delegierten sind längst zurück in Kabul: Seit einem Monat stocken die Verhandlungen zwischen afghanischen Regierungsvertretern und den aufständischen Taliban im Wüstenemirat Katar. Die Taliban "wollen die alleinige Macht", klagte Afghanistans Sicherheitsberater Hamdullah Mohib am Wochenende. Frieden sei überhaupt nicht das Ziel der Aufständischen.

Justiz: Deutschland hat Angriff von Kundus ausreichend aufgeklärt

Brüssel/Straßburg (epd). Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Deutschland vom Vorwurf freigesprochen, den Nato-Luftangriff bei Kundus 2009 nicht ausreichend aufgeklärt zu haben. Geklagt hatte ein Afghane, der bei dem von einem Bundeswehr-Oberst angeforderten Bombardement zwei Kinder verlor, wie der EGMR am Dienstag in Straßburg mitteilte.

Bundeswehr in Afghanistan: Maas kündigt neues Mandat an

Essen/Berlin (epd). Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat ein neues Mandat für den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan angekündigt. Die Friedensverhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den radikal-islamistischen Taliban seien bis zum Auslaufen des aktuellen Mandats Ende März noch nicht abgeschlossen, sagte Maas den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Samstag).

Kirchliche Friedenbeauftragte kritisieren Werbung der Bundeswehr

Bremen (epd). Mit Blick auf den internationalen "Red Hand Day" an diesem Freitag (12. Februar) wenden sich die Friedenbeauftragten der Bremischen Evangelischen Kirche gegen jede Form des Kriegs- oder Wehrdienstes von Kindern und Jugendlichen.

"Kindersoldatinnen sind in besonderem Maße verletzlich"

Düsseldorf (epd). Jungs in militärischer Tarnkleidung, bewaffnet mit Gewehren, Pistolen oder Raketenwerfern: Mit solchen Bildern machen Hilfsorganisationen oder Medien häufig auf das Leid von Kindersoldaten aufmerksam. Doch viele Rebellen und Milizen rekrutieren nicht nur Jungen.