Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Ein Toter und fünf Verletzte bei Anschlägen auf Blauhelme in Mali

Bamako/Berlin (epd). Bei zwei Anschlägen auf UN-Blauhelme sind im westafrikanischen Krisenland Mali ein Soldat getötet und fünf weitere verletzt worden. Die Angriffe ereigneten sich am Sonntag, wie ein Sprecher der Mission Minusma am späten Sonntagabend mitteilte. Derweil besuchte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) Bundeswehrsoldaten vor Ort.

Kameruns Oppositionsführer gibt sich nach Freilassung kämpferisch

Genf/Jaunde (epd). Kameruns Oppositionsführer Maurice Kamto hat nach seiner Freilassung angekündigt, seinen politischen Feldzug gegen die Regierung von Präsident Paul Biya fortzusetzen. Wer glaube, dass seine Freilassung den Ende des Kampfes bedeute, habe nichts verstanden, rief Kamto jubelnden Anhängern am Sonntag vor seiner Residenz in der Hauptstadt Jaunde zu.

Kameruns Präsident kündigt Begnadigung politischer Gefangener an

Genf/Jaunde (epd). In Kamerun hat Präsident Paul Biya angekündigt, Hunderte politische Gefangene zu begnadigen. Dabei handele es sich um 333 Menschen, die im Zuge der Krise im englischsprachigen Teil des Landes festgenommen worden seien, erklärte Biya am Donnerstagabend über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Syrien: Verfassungskomitee tagt erstmals Ende Oktober

Genf (epd). Das neue verfassungsgebenden Komitee für Syrien soll laut den UN erstmals am 30. Oktober in Genf tagen. Das Gremium werde in eine große Kammer mit 150 Mitgliedern und eine kleine mit 45 Mitgliedern unterteilt, erklärten die UN am Dienstag. In beiden Kammern werden Regierung, Opposition und Zivilgesellschaft je ein Drittel der Abgesandten stellen.

AGDF: EKD-Synode soll Atomwaffen ächten

Die Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat in einer einstimmig verabschiedeten Resolution die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aufgefordert, bei ihrer Tagung im November in Dresden einen Beschluss zur Ächtung von Atomwaffen und gegen die nukleare Abschreckung als eine heute noch mögliche ethisch verantwortbare Sicherheitspolitik zu ve

Todesurteil Wahlteilnahme

Dubai/Kabul (epd). Wenig ist normal in diesen Tagen in Afghanistan. Die für Samstag geplante Wahl eines neuen Präsidenten wird von täglichen Anschlägen, Gewalt und Misstrauen überschattet. Die Situation ist so prekär, dass eine Gruppe von Politikern bereits gefordert hat, die Abstimmung ganz abzusagen.

Jerusalemer Pfarrerin: Palästinenser resignieren zusehends

Jerusalem (epd). Die Jerusalemer Pfarrerin Gabriele Zander beobachtet eine wachsende Resignation unter den Palästinensern im arabischen Ostteil der Stadt. Die Stimmung sei kontinuierlich schlechter geworden, sagte die Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache zu Jerusalem am Montagabend bei einem Treffen mit Kirchenvertretern und Landtagsabgeordneten aus Nordrhein-Westfalen.

Friedenspreis für einen Hoffnungsträger Afrikas

Wiesbaden (epd). Der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed ist am Montag mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) würdigte bei seiner Laudatio im Wiesbadener Landtag vor allem den historischen Friedensschluss, den Abiy nur drei Monate nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr mit dem langjährigen Erzfeind Eritrea getätigt hatte.