Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

UN: Täglich Berichte über Verletzte und Tote in Nordost-Syrien

Köln/Genf (epd). Immer mehr unbeteiligte Zivilisten werden Opfer der Kämpfe im Nordosten Syriens: Jeden Tag gebe es neue Berichte über Verletzte und Tote, erklärte das UN-Menschenrechtskommissariat am Dienstag in Genf. Sie würden von Luftschlägen, Bodenbeschuss und Heckenschützen getroffen. Besonders kritisch ist die Lage der Kinder.

AGDF: Zivilbevölkerung und Geflüchtete werden den Machtinteressen geopfert

Mit dem erneuten Einmarsch türkischer Truppen und sogenannter befreundeter syrischer Milizen in Syrien hat die Türkei nach Ansicht der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) das Völkerrecht gebrochen und eine längere kriegerische Auseinandersetzung mit ungewissen Folgen begonnen.

UN: Mehr als 130.000 Menschen fliehen vor Gewalt in Nordost-Syrien

Genf (epd). Immer mehr Menschen fliehen laut den UN vor den Kämpfen im Nordosten Syriens. Seit Beginn der türkischen Offensive gegen kurdische Milizen Mitte der Woche seien schätzungsweise mehr als 130.000 Frauen, Männer und Kinder in die Flucht gezwungen worden, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe am Sonntag in Genf mit. 

EKD-Friedensbeauftragter: Türkei begeht völkerrechtswidrige Invasion

Bonn (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat den türkischen Militäreinsatz im Nordosten Syriens kritisiert und vor einer Eskalation in der Krisenregion gewarnt. Der Angriff der Türkei stelle "eine völkerrechtswidrige Invasion" dar, die sofort beendet werden müsse, sagte Brahms am Freitag.

Kein Nobelpreis für Eritrea

Genf/Asmara (epd). Die Südafrikaner Nelson Mandela und Frederik de Klerk erhielten den Friedensnobelpreis 1993 gemeinsam für eine historische Leistung: Lange hatten sie sich bekriegt, dann haben sie sich versöhnt. Ebenso war es bei Palästinenserführer Jassir Arafat und den israelischen Politikern Schimon Peres und Jitzchak Rabin 1994.

Friedensforscher: EU besitzt "strukturelle Nicht-Angriffsfähigkeit"

Brüssel (epd). Die EU zeichnet sich nach Ansicht des Friedensforschers Matthias Dembinski durch eine "strukturelle Nicht-Angriffsfähgkeit" aus. Die Union sei durch ihr institutionelles Gefüge so strukturiert, dass ihr allzu aggressives Verhalten nach außen kaum möglich sei, erklärte der Forscher der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung am Mittwoch in Brüssel.