Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Äthiopien: Internationale Kritik nach Luftschlag auf Markt in Tigray

Frankfurt a.M./Addis Abeba (epd). Der Tod von Dutzenden Menschen bei einem Luftschlag des äthiopischen Militärs in Tigray hat international Kritik ausgelöst. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell und der Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Janez Lenarčič, am Donnerstag die „gezielte Tötung von Zivilisten“.

Minister Müller mahnt Lösung von humanitärer Krise in Libyen an

Berlin, Essen (epd). Vor Beginn der zweiten Libyen-Konferenz am Mittwoch in Berlin hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) Fortschritte bei der Bewältigung der humanitären Krise in dem nordafrikanischen Land angemahnt. Für die 600.000 Migranten und 40.000 Flüchtlinge, die in Libyen festsäßen, sei dringend eine Lösung nötig, sagte Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

"Viele afghanische Journalisten sind in Panik"

Frankfurt a.M./Kabul (epd). Afghanische Medienschaffende fürchten sich nach Einschätzung des in Kabul lebenden Journalisten Ezzatullah Mehrdad vor dem Abzug der internationalen Truppen. „Viele Journalisten sind in Panik“, sagte der afghanische Reporter dem Evangelischen Pressedienst (epd). Seit Ende 2020 töteten bewaffnete Gruppen und Milizen verstärkt Medienschaffende und Menschenrechtler.

Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen

Mainz, Kaiserslautern (epd). Am liebsten hätte das Mainzer Verwaltungsgericht den Fall schnell abgehandelt und nach Aktenlage entschieden. Aber Hermann Theisen besteht darauf, dass seine Klage gegen den Mainzer Landtag mündlich verhandelt wird.

Amnesty: UN-Resolution zu Waffenembargo gegen Myanmar umsetzen

London, New York (epd). Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert, eine UN-Resolution zum Stopp von Waffenlieferungen an Myanmar unverzüglich umzusetzen. Sämtliche Länder sollten der Aufforderung der Resolution Folge leisten, den Waffentransfer in das südostasiatische Land zu verhindern, mahnte Amnesty am Freitagabend.

EU und UN fordern Ende von sexueller Gewalt als Kriegswaffe

Brüssel, Frankfurt a.M. (epd). Vertreter der Vereinten Nationen und der EU haben ein Ende von sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten gefordert. Sexuelle Übergriffe und Gewalt seien nach wie vor eine grausame und weitverbreitete Kriegstaktik, erklärten der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell und die UN-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt in Konflikten, Pramila Patten, am Freitag in Brüssel.

Deutschland nimmt mehr afghanische Ortskräfte auf

Berlin/Rust (epd). Die Bundesregierung will mehr afghanische Helfer der Bundeswehr in Deutschland aufnehmen, um sie nach dem Abzug der Nato-Truppen vor möglichen Racheaktionen der Taliban zu schützen.

Wahlen mit düsteren Vorzeichen

Frankfurt a.M./Addis Abeba (epd). Als Abiy Ahmed 2018 Ministerpräsident wurde, schien Äthiopien die Jahrzehnte von Hunger, Unterdrückung und Konflikten hinter sich lassen zu können.

Weltfriedensindex: Mehr gewaltsame Proteste im ersten Pandemiejahr

London (epd). Gewaltsame Proteste haben laut dem Weltfriedensindex im ersten Jahr der Corona-Pandemie in vielen Ländern zugenommen. Es habe im Jahr 2020 mehr gewaltsame Demonstrationen und Unruhen gegeben, erklärte das Institut für Wirtschaft und Frieden bei der Vorstellung des „Global Peace Index“ am Donnerstag in London.