Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

UN: 5,2 Millionen Menschen in Tigray können sich nicht ernähren

Genf (epd). Die Hungerkrise in Äthiopiens Konfliktregion Tigray verschärft sich laut den Vereinten Nationen immer weiter. Rund 5,2 Millionen Menschen in der nördlichen Region könnten sich nicht mehr selbst ernähren, erklärte der Sprecher des UN-Büros für humanitäre Hilfe, Jens Laerke, am Freitag in Genf.

Myanmar: Militärjunta hat Fortschritte bei Pressefreiheit vernichtet

New York/Bangkok (epd). Sechs Monate nach dem Militärputsch zählt Myanmar weltweit zu den Ländern, in denen die meisten Journalisten hinter Gitter sitzen. Bis Anfang Juli befänden sich mindestens 32 Berichterstatter aufgrund ihrer Arbeit in Haft, wie das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) am Mittwoch in New York erklärte. Sechs davon seien Frauen, ungefähr ein Drittel Freiberufler.

UN verurteilen Attacken auf Gesundheitseinrichtungen in Myanmar

Genf (epd). Der UN-Sonderberichterstatter für Myanmar, Thomas Andrews, dringt auf ein deutlicheres Vorgehen gegen die Militärjunta. Die UN-Mitgliedsstaaten müssten sich mit allen Mitteln für eine Waffenruhe in Myanmar einsetzen, erklärte Andrews am Dienstag in Genf.

UN dringen auf humanitäre Hilfslieferungen nach Tigray

Genf (epd). In der äthiopischen Krisenregion Tigray sind die Essensvorräte des Welternährungsprogramms (WFP) nahezu aufgebraucht. Die Vorräte reichten nur noch bis Freitag, erklärte WFP-Direktor David Beasley am Dienstag auf Twitter. 170 Lkw mit Nahrung und anderen Hilfsgütern säßen derzeit in der an Tigray angrenzenden Region Afar fest.

Pistorius: Mehr afghanische Bundeswehr-Helfer nach Deutschland holen

Hannover (epd). Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, mehr ehemalige Helfer der Bundeswehr als bisher geplant aus Afghanistan nach Deutschland zu holen. Nach dem Abzug der Soldaten seien diese Menschen von den Taliban bedroht und in Lebensgefahr, sagte Pistorius am Montag dem NDR.

Helfer über Tigray: "Die humanitäre Lage ist ein Desaster"

Frankfurt a.M./Addis Abeba (epd). Hilfsorganisationen haben laut dem Äthiopien-Landesdirektor der Welthungerhilfe, Matthias Spaeth, weiterhin nur beschränkt Zugang in die Konfliktregion Tigray. „Die humanitäre Lage ist ein Desaster“, sagte Spaeth dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zwar lasse die äthiopische Regierung seit der Verkündung einer Waffenruhe Ende Juni wieder Hilfe in die Region.

Merkel will afghanische Ortskräfte notfalls mit Charterflügen holen

Berlin (epd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach eigenen Worten „pragmatische Lösungen“ finden, um afghanische Ortskräfte von Bundeswehr und Polizei nach Deutschland zu holen. Das heiße gegebenenfalls auch, über Charterflugzeuge nachzudenken, sagte sie am Donnerstag in Berlin mit Blick auf die nach dem deutschen Truppenabzug am Hindukusch zurückgebliebenen zivilen Helfer.