Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Evakuierungen aus Afghanistan gehen langsam voran

Berlin (epd). Nach der Machtübernahme in Afghanistan zeigt sich die Taliban-Führung demonstrativ um Normalität bemüht. Aus dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt Kabul wies sie am Dienstag ihre Kämpfer an, nicht in fremde Häuser einzudringen und das Eigentum der Menschen zu respektieren, wie der TV-Sender Tolo berichtete.

Erklärung des BSV zur aktuellen Entwicklung in Afghanistan

Mit Schrecken blicken wir in diesen Tagen nach Afghanistan. Die Freude über den längst überfälligen Abzug der internationalen Truppen, den die Friedensbewegung seit so vielen Jahren gefordert hat, ist der Sorge um die vielen Menschen gewichen, die jetzt vor den Taliban zu fliehen versuchen und um ihr Leben fürchten.

Flucht vor den Taliban in Afghanistan

Berlin (epd). Mit einer großen Evakuierungsoperation versuchen die USA, Deutschland und andere Länder ihre Staatsbürger aus dem Land zu bringen und besonders gefährdete Afghanen vor den Taliban zu retten.

EKD-Friedensbeauftragter bestürzt über Entwicklung in Afghanistan

Hannover (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat eine kritische Auseinandersetzung mit dem Militäreinsatz in Afghanistan gefordert. Zunächst müsse aber den gefährdeten Menschen schnell, konkret und unbürokratisch geholfen werden, sagte Brahms am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Taliban übernehmen die Macht in Afghanistan

Düsseldorf/Kabul (epd). Zwanzig Jahre nach dem Ende ihres Schreckensregimes haben die Taliban erneut die Macht in Afghanistan übernommen. „Der Krieg ist vorbei“, sagte Taliban-Führer Mohammed Naim dem TV-Sender Al Dschasira. Taliban-Kämpfer kontrollierten am Montag alle Polizei-Checkpoints in Kabul.

Wie Dominosteine

Dubai/Kabul (epd). Vor einem Brautkleidergeschäft im Zentrum von Kabul, wo bislang glückliche Frauengesichter von Plakaten lächelten, malten am Sonntag Arbeiter alle Bilder mit weißer Farbe über. In Kandahar, Afghanistans zweitgrößter Stadt, spielte die örtliche Radiostation, nun umgetauft in Radio Scharia, keine Musik mehr.

Sofortige Evakuierung von Ortskräften aus Afghanistan gefordert

Frankfurt a.M. (epd). Mit dem Vorrücken der Taliban auf die afghanische Hauptstadt Kabul sind in Deutschland die Forderung nach einer Evakuierung von Ortskräften lauter geworden. Politiker und Politikerinnen verschiedener Parteien äußerten sich entsetzt über die Gefahr, in der die Helferinnen und Helfer des Bundeswehreinsatzes schwebten.

Taliban dringen bis nach Kabul vor

Dubai/Kabul (epd). Die Lage in Afghanistan spitzt sich immer weiter zu. Während die radikalislamischen Taliban am Sonntag bis nach Kabul vorrückten, herrschte in der Bevölkerung Panik. Präsident Aschraf Ghani soll angesichts der Situation Medienberichten zufolge das Land verlassen haben.

Helfer in Afghanistan: Werden auch unter Taliban weiterarbeiten

Frankfurt a.M./Kabul (epd). Internationale Hilfsorganisationen können nach Einschätzung des Leiters des Afghanistan-Büros von Caritas International, Stefan Recker, auch bei einer Machtübernahme der Taliban im Land bleiben. „Wir werden auch unter einem Taliban-Regime arbeiten können“, sagte Recker dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Afghanistan: Präsident will gegen Taliban mobilisieren

Frankfurt a.M./Kabul (epd). Angesichts des schnellen Vormarschs der Taliban wird die Lage in Afghanistan für die Bevölkerung und die Regierung immer schwieriger. Präsident Aschraf Ghani rief am Samstag zum Kampf gegen die Aufständischen auf. In einer Fernsehansprache sagte er, die erneute Mobilisierung der afghanischen Armee habe nun Vorrang.