Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Afghanistans Frauen trotzen den Taliban

Dubai/Kabul (epd). „Die vergangenen 20 Jahre habe ich studiert und für eine bessere Zukunft gearbeitet“, sagt Azita Nazimi. „Ich werde nicht zulassen, dass all diese Erfolge verloren gehen.“ Die afghanische Journalistin erinnert sich im Gespräch mit dem TV-Sender Tolo News noch zu gut, wie es beim letzten Mal war, als die Taliban in den 90er Jahren in Afghanistan an der Macht waren.

Militär in Guinea verspricht nach Putsch Einheitsregierung

Frankfurt a.M./Conakry (epd). Einen Tag nach dem Militärputsch im westafrikanischen Guinea haben die Machthaber die Bildung einer neuen Regierung angekündigt. Der Anführer des Putsches, Mamady Doumbouya, sagte laut einem Bericht des französischen Auslandssenders RFI am Montag, es solle eine Regierung der nationalen Einheit eingesetzt werden.

Menschenkette in Büchel: Abzug der Atomwaffen gefordert

Büchel (epd). Rund 800 Menschen haben am Sonntag am Fliegerhorst Büchel in der Eifel eine Menschenkette gegen Atomwaffen gebildet. Mit der Aktion forderten die Friedensbewegten im Vorfeld der Bundestagswahl den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot und den Abzug der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen. Organisiert wurde die Menschenkette von der Kampagne „Büchel ist überall!

Die Luftbrücke nach Kabul

Frankfurt a.M. (epd). Es war laut Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) der größte Evakuierungseinsatz der Bundeswehr: 5.347 Menschen flog die Luftwaffe aus Kabul aus, nachdem die Taliban die Macht am Hindukusch übernommen hatten. Die erste deutsche Militärmaschine erreichte am 16. August den Flughafen von Kabul.

Menschenrechtler: Abgeschobene Afghanen von Taliban bedroht

Frankfurt a.M./Kassel (epd). Der afghanische Menschenrechtler Abdul Ghafoor warnt vor der Gefahr für abgeschobene und freiwillig zurückgekehrte Afghanen nach der Machtübernahme der Taliban. „Die Taliban sehen die Rückkehrer als Verräter und Ungläubige“, sagte der Direktor der afghanischen Menschenrechtsorganisation Amaso dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Friedensforscher: Der Westen hat Afghanistan nie verstanden

Frankfurt a.M. (epd). Die westlichen Regierungen haben nach Einschätzung des Friedensforschers Conrad Schetter nie ernsthaft versucht, Afghanistan zu verstehen. „Der grundlegende Fehler war, dass sich der Westen um seine eigenen Interessen gedreht hat“, sagte der Forschungsdirektor des Internationalen Konversionszentrums Bonn (BICC) dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Kriegsmüde Gesellschaft

Washington (epd). 2021 ist ein besonderes Erinnerungsjahr. Der Krieg in Afghanistan, mit dem die Attentäter vom 11. September 2001 bestraft werden sollten, ist nach beinahe 20 Jahren im Chaos zu Ende gegangen. Wie in den Jahren zuvor, vollziehen die USA am 11. September in New York das nationale Erinnerungsritual.

In Mosambik wächst die Kritik am internationalen Militäreinsatz

Maputo (epd). Zuletzt haben sich die Erfolgsmeldungen aus Cabo Delgado gehäuft: Erst brachten Soldaten aus Ruanda eine wichtige Straßenkreuzung in der mosambikanischen Krisenregion unter Kontrolle. Dann eroberten die Truppen laut Medienberichten die Hafenstadt Mocímboa da Praia sowie einige Dörfer zurück.

Nach 20 Jahren endet der US-Militäreinsatz in Afghanistan

Dubai/Kabul (epd). Nach 20 Jahren haben die USA ihre Militärpräsenz in Afghanistan beendet. Der letzte US-amerikanische Soldat habe das Land mit einer Militärmaschine verlassen, erklärte das zentrale US-Einsatzkommando Centcom am frühen Dienstagmorgen auf Twitter.

Afghanistan: EU-Innenminister wollen Migration nach Europa verhindern

Brüssel (epd). Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan haben die EU-Innenminister möglichen Migranten und Flüchtlingen signalisiert, sich nicht auf den Weg nach Europa zu machen. Die Union sei entschlossen, „die Wiederkehr unkontrollierter illegaler Migrationsbewegungen in großem Maßstab zu verhindern“, erklärten sie am Dienstag nach einem Sondertreffen in Brüssel.