Kirchliche Friedensarbeit trägt dazu bei, dass Fragen des Friedens noch stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit der Kirche rücken: in Gottesdienst und Andacht, im konstruktiven Umgang mit Konflikten in und außerhalb der Kirche, durch gesellschaftspolitisches Engagement und übergreifende Projekte. Themen sind u.a. Versöhnungs- und Erinnerungsarbeit, Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus, Zusammenhänge zwischen Frieden, Gerechtigkeitsfragen und die Bewahrung der Schöpfung.

Kirchliche Friedensarbeit

Renke Brahms: Die Friedensbewegung ist wichtig und notwendig

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Bedeutung und die Notwendigkeit der Friedensbewegung hervorgehoben. Anlass ist die Gründung der ältesten deutschen Friedensorganisation, der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG), vor 125 Jahren.

Kirchen machen Deutschland für Jemen-Katastrophe mitverantwortlich

Berlin/Bonn (epd). Die beiden großen Kirchen werfen der Bundesregierung vor, die humanitäre Katastrophe im Jemen durch Rüstungsexporte zu verschärfen. "Der Krieg im Jemen wird auch mit deutschen Waffen geführt", sagte der evangelische Vorsitzende der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), Martin Dutzmann, am Montag in Berlin.

Der Krieg im Jemen wird auch mit deutschen Waffen geführt

„Waffenexporte aus Deutschland tragen zu der humanitären Katastrophe im Jemen bei. Ursachen von Flucht und Vertreibung werden hier von der Bundesregierung nicht bekämpft sondern mittelbar verschärft.“ Diesen Vorwurf erhebt Prälat Dr. Martin Dutzmann, der evangelische Vorsit- zende der GKKE.

Friedensethiker Enns fordert politische Einmischung der Kirchen

Bremen (epd). Der Friedensethiker Fernando Enns hat die Kirchen vor einem gesellschaftlichen Rückzug gewarnt und sie aufgefordert, sich konsequent in politische Prozesse einzumischen. "Das schulden wir unseren Regierungen", sagte der Theologe und Hamburger Professor für Friedenstheologie am Montagabend beim Jahresempfang der Bremischen Evangelischen Kirche.

Münster im Zeichen des Friedens

Münster (epd). Das westfälische Münster gilt seit dem 17. Jahrhundert als "Friedensstadt". 1648 endete mit der Unterzeichnung des Westfälischen Friedensvertrags in den Rathäusern Münster und dem benachbarten Osnabrück der Dreißigjährige Krieg. Das Ereignis markiert das Ende der Konfessionskriege und steht für die Toleranz zwischen den Religionen.