Friedenspfarrer fordert kirchliches Engagement gegen Atomwaffen

Stuttgart (epd). Kirchengemeinden in Württemberg sollten nach Ansicht des landeskirchlichen Friedenspfarrers Joachim Schilling ihren Teil zur atomaren Abrüstung beitragen. So könnten sie sich bei den Bundestagsabgeordneten ihres Wahlkreises dafür einsetzen, dass Deutschland dem UN-Atomwaffenverbots-Vertrag beitritt, heißt es in einer Mitteilung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Friedensarbeit und Kriegsdienstverweigerung (EAK) vom Montag. In Gottesdiensten solle an die Folgen eines Atombombenabwurfs erinnert werden. 

Friedenspfarrer Schilling regt des Weiteren an, in Foyers von Rathäusern eine Ausstellung über Atomwaffen zu zeigen. Anlass für die Mitteilung ist die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung am 10. Dezember. Zu dieser Kampagne gehören den Angaben zufolge auch die EAK-Mitglieder Milena Hartmann, Eberhard Müller und Rainer Schmid.