Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Katholische Kirche in der EU fordert Abrüstungsstrategie

Brüssel (epd). Die katholischen Bischöfe in Europa haben die EU zu einer Abrüstungsstrategie aufgefordert. Die langfristige Strategie sollte auch die Nuklearrüstung umfassen und in das Sicherheitskonzept der EU integriert werden, heißt es in einer Stellungnahme der 

Käßmann kritisiert deutsche Waffenexporte

Hannover/Berlin (epd). Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat die deutschen Waffenexporte scharf kritisiert. "Wir beklagen die Kriege dieser Welt, aber wir verdienen an ihnen", heißt es in einem Beitrag der Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für die "Bild am Sonntag".

Misereor fordert langfristige Friedens- und Flüchtlingspolitik

Aachen (epd). Das katholische Hilfswerk Misereor fordert zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni einen realistischen Blick der internationalen Politik auf die globale Flüchtlingskrise. Weltweit seien mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter fast 41 Millionen als Binnenvertriebene, erklärte das Werk für Entwicklungszusammenarbeit am Freitag in Aachen.

Militärbischof: Leitlinien zur Friedenssicherung wichtiger Schritt

Berlin (epd). Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat die neuen Leitlinien der Bundesregierung zur Friedenssicherung gelobt. Diese seien ein "entscheidender Schritt auf dem Weg zu einem politischen Gesamtansatz zur Gestaltung des Friedens", sagte Rink am Freitag in Berlin. Einen solchen Ansatz hätten die Kirchen seit Jahren immer wieder gefordert.

UN-Staaten verhandeln über Atomwaffen-Verbot - ohne Deutschland

New York/Genf (epd). Bei den Vereinten Nationen haben am Donnerstag die entscheidenden Verhandlungen über ein Verbot von Atomwaffen begonnen. In New York wollen rund 130 Staaten bis zum 7. Juli einen internationalen Vertrag abschließen. Die neun Atomwaffenstaaten, darunter die USA und Russland, nehmen an den Gesprächen nicht teil.

Bundeskabinett verabschiedet neue Leitlinien zu Friedenssicherung

Berlin (epd). Mit neuen Leitlinien für den Umgang mit Konflikten hat die Bundesregierung ihr Bekenntnis zur Friedenssicherung bekräftigt. Der am Mittwoch im Kabinett verabschiedete Katalog zu Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedensförderung sei eine strategische Weichenstellung, in der sich Deutschland auf hohe Standards verpflichte, heißt es in dem 73-seitigen Papier.

Ackermann rügt Bundesregierung für Fernbleiben von UN-Konferenz

Trier/Bonn (epd). Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat die Bundesregierung für ihr Fernbleiben von der zweiten Vorbereitungskonferenz der Vereinten Nationen für ein Verbot von Nuklearwaffen kritisiert. Das Argument der Bundesregierung, Deutschland verfüge über keine Atomwaffen, könne nicht überzeugen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax am Montag in Trier.

Friedensverband beklagt steigende Zahl minderjähriger Soldaten

Bonn (epd). Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) kritisiert die steigende Zahl von Minderjährigen in der Bundeswehr. "Es ist erschreckend, dass die Zahl minderjähriger Soldaten ihren höchsten Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht erreicht hat", sagte die EAK-Referentin für Kriegsdienstverweigerung, Jasmin Schwarz, am Freitag in Bonn.