Bonn (epd). Unter dem Motto „Stoppt das Töten in der Ukraine“ ruft ein Bündnis von Friedens- und Menschenrechtsorganisationen für die Zeit vom 18. bis 24. September zu Antikriegsaktionen auf. Anlass ist der immer brutaler werdende Krieg gegen die Ukraine, wie es in dem Aufruf heißt, der am Freitag in Bonn von der Evangelischen Friedensarbeit im Raum der EKD verbreitet wurde.
Nach dem jüngsten Ecowas-Gipfel lastet weiter großer Druck auf den Putschisten im Niger. Die militärische Drohkulisse hält der westafrikanischen Staatenbund aufrecht. Ein erstes Ultimatum war verstrichen.
Armeeangehörige und Zivilisten sollen den Niger in Zukunft regieren. Zwei Wochen nach ihrem Putsch verkündeten die Militärs die Bildung eines Kabinetts. Derweil berieten die Ecowas-Staaten erneut über die Lage in dem Sahel-Staat.
Münster (epd). Der frühere Botschafter Wolfgang Ischinger blickt kritisch auf die deutsche Sicherheitspolitik. „Wir stehen außen- und sicherheitspolitisch vor einem Trümmerhaufen“, sagte der Präsident des Stiftungsrats der Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz am Mittwochabend in Münster.
Eineinhalb Wochen nach dem Putsch ist keine Lösung der Krise im Niger in Sicht. Ein Ultimatum des regionalen Staatenbundes Ecowas blieb zunächst ohne Folgen. Die Bundesregierung sendet den Putschisten eine Warnung.
Leonid Kamenskij hat in einem Seniorenheim in Hannover Zuflucht gefunden. Eigentlich wollte er seine Heimat in der Ukraine nicht verlassen. Krieg, Verfolgung und Todesangst hat der Sohn eines Juden schon in seiner Kindheit erlebt.
Osnabrück (epd). Hochrangige Kirchenvertreter haben am Sonntag anlässlich des 375. Jahrestags des Osnabrücker Handschlags die Sehnsucht vieler Menschen auf Frieden unterstrichen. Der Handschlag leitete am 6. August 1648 den Westfälischen Frieden ein und damit das Ende des Dreißigjährigen Krieges.
Nach dem Putsch im Niger bittet der abgesetzte Präsident Bazoum das Ausland um Hilfe bei der Rückkehr zur Demokratie. Ein Ultimatum des regionalen Staatenbundes Ecowas läuft am Sonntag aus.
Kampala, Niamey (epd). Nach dem Putsch gegen den Niger verhängte Sanktionen könnten nach Einschätzung des Sahel-Experten Olaf Bernau die Macht der Generäle festigen. „Die Wirtschaftssanktionen von Ecowas werden die ökonomische Krise weiter verschärfen“, sagte der Soziologe und Publizist dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Seit mehr als einer Woche halten sich die Putschisten im Niger an der Macht. Die Sanktionen der Ecowas-Staaten kritisieren sie scharf - und in der Hauptstadt Niamey zeigen sich Unterstützer der Militärs auf der Straße.