29.03.2022

Evangelische Friedensarbeit trauert um Friedenspfarrer Besier

epd

Bonn, Speyer, Kaiserslautern (epd). Die Evangelische Friedensarbeit trauert um den pfälzischen Friedenspfarrer Detlev Besier. „Ich bin traurig und bestürzt. In meinem Gebet und in meinen Gedanken bin ich bei seiner Familie“, sagte Landesbischof Friedrich Kramer, der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), am Dienstag in Bonn. Besier war am vergangenen Samstag an den Folgen eines Verkehrsunfalls gestorben. Der Theologe, der in Kaiserslautern-Dansenberg lebte, wurde 62 Jahre alt.

Detlev Besier habe sich über Jahrzehnte hinweg für Frieden und Gerechtigkeit eingesetzt, würdigte Kramer. „Für die Evangelische Friedensarbeit ist sein unerwarteter Tod ein großer Verlust, er hinterlässt eine schmerzhafte Lücke“, sagte er. Besier, der in Hilden bei Düsseldorf geboren wurde, war Mitglied im Vorstand der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK).

Seit 2015 leitete Besier die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer. Auch war er Mitglied im Arbeitsausschuss der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD, in den er im Januar wiedergewählt wurde. Zudem war Besier lange Jahre Sprecher der Friedensinitiative Westpfalz in Kaiserslautern und wirkte in der Projektgruppe „Kirchen gegen Atomwaffen“ mit. In der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) vertrat er seine Landeskirche und die Friedensinitiative Westpfalz.

„Detlev Besier hat sich mit großer Leidenschaft für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung engagiert“, sagte Christine Busch, die Vorsitzende der AGDF und des Vereins für Friedensarbeit im Raum der EKD. Besier habe sich in der Friedensbewegung und in der evangelischen Kirche für die gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten eingesetzt. Noch vor wenigen Tagen habe er angesichts des Ukrainekriegs dazu aufgerufen, nicht den Einsatz für eine friedliche Weltordnung aufzugeben, erinnerte Busch.

Detlev Besier absolvierte sein Theologiestudium in Bethel und Erlangen, danach übernahm er in Reichenbach-Steegen im Landkreis Kaiserslautern seine erste Pfarrstelle. Für den passionierten Fußballer folgten Stationen als Gemeindepfarrer in Landstuhl und fünf Jahre als Stadtjugendpfarrer in Kaiserslautern.