28.01.2019

Maas will im Sicherheitsrat Schwerpunkt auf Krisenprävention legen

epd

Brüssel (epd). Deutschland will sich als Mitglied des UN-Sicherheitsrates vor allem für die Verhinderung von Konflikten einsetze. Man solle sich nicht immer erst mit Krisen beschäftigen, wenn es eigentlich schon zu spät sei, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Montag in Brüssel. "Man kann mehr präventiv arbeiten, um Krisen zu verhindern oder um sie zumindest einzudämmen und damit nachhaltig Friedenssicherung betreiben", erklärte er nach einem Treffen mit Amtskollegen aus Belgien, Polen, Frankreich und Großbritannien, die ebenfalls dem Sicherheitsrat angehören, sowie der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini. Deutschland hat das zweijährige Mandat im Januar angetreten.

Nach Maas' Worten soll es in dieser Zeit auch um einen besseren Schutz von Frauen in Konflikten gehen, wo sie die größten Leidtragenden seien. Zugleich sollten sie in Friedensprozessen eine größere Rolle einnehmen. 

Der UN-Sicherheitsrat sei "das Herzstück der internationalen Ordnung", sagte Maas in Brüssel. Dieses Herz solle für Frieden, Demokratie und Sicherheit schlagen. Deutschland wolle seine Rolle in dem Gremium vor allem europäisch interpretieren. Er sei davon überzeugt, "dass unser Einfluss größer ist, wenn wir als Europäer in New York geschlossen auftreten", erklärte der Minister.