14.06.2019

Kirchentag: Große Unterstützung für Menschenkette für Frieden

epd

Bonn/Dortmund (epd). Mehr als 45 Gruppen und Organisationen aus ganz Deutschland unterstützen mittlerweile den Aufruf zu einer Menschenkette für Frieden beim Kirchentag in Dortmund. Auf drei Kilometern zwischen Dortmunder Stadtgarten und Westfalenhalle wollen die Teilnehmer ein deutliches Signal für Frieden und Abrüstung, für Gewaltfreiheit und zivile Konfliktlösungen geben, wie die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) am Freitag in Bonn mitteilte. 

Auch viele Einzelpersonen unterstützten den Aufruf, darunter der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, oder die frühere nordelbische Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter. Sie fände es gut, wenn sich das Friedensthema mit dem Klimathema verbinden würde, sagte Wartenberg-Potter. "Denn Frieden mit den Menschen und Frieden mit der Erde sind untrennbar verbunden."  

Große Sorge über einen zunehmenden Nationalismus und eine neue Dynamik von Aufrüstung äußerte die Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Christine Busch. "Auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund wollen wir mit einer starken, ermutigenden Friedensaktion auf diese Entwicklungen reagieren", erklärte sie. AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister hofft, dass möglichst viele Besucherinnen und Besucher an der Menschenkette unter dem Motto "Vertraue dem Frieden und lebe ihn!" teilnehmen.   

Die Menschenkette startet den Angaben zufolge am 22. Juni um 13.30 Uhr an zwei Auftaktorten in der Dortmunder Innenstadt. Entlang der Strecke werde es verschiedene Themenschwerpunkte geben, kündigte die AGDF an. So wolle beispielsweise das Netzwerk Friedenssteuer die massive Erhöhung des deutschen Verteidigungshaushaltes verdeutlichen. Die "Aktion Seebrücke" beteilige sich mit einem Rettungsboot, um auf die die katastrophale humanitäre Situation der Flüchtlingsrettung im Mittelmeer hinzuweisen. 

Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 19. bis 23. Juni in Dortmund statt. Die Veranstalter erwarten weit mehr als 100.000 Teilnehmer. Das Treffen steht unter der Losung "Was für ein Vertrauen".