10.09.2018

Rotes Kreuz: Gewalt im Südsudan zurückgegangen

epd

Genf (epd). Nach dem Abschluss eines Friedensabkommens für den Südsudan geht laut Rotem Kreuz die Gewalt deutlich zurück. Es gebe inzwischen weniger Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und Rebellen, erklärte der globale Einsatzleiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Dominik Stillhart, am Montag in Genf. 

Die chirurgischen Einrichtungen des Roten Kreuzes im Südsudan hätten seit August deutlich weniger Menschen mit typischen Gefechtsverletzungen aufgenommen als in der Zeit zuvor, sagte Stillhart. Er nannte den Friedensschluss ein "hoffnungsvolles Zeichen". Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar hatten sich im August auf ein Abkommen zur Machtteilung geeinigt, das den seit Ende 2013 tobenden Bürgerkrieg beenden soll.

Der langfristige Erfolg der Vereinbarung gilt jedoch als ungewiss. Vergleichbare Verträge wurden mehrfach gebrochen. Etwa 2,5 Millionen der rund zwölf Millionen Südsudanesen sind dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zufolge ins Ausland geflohen. Rund zwei Millionen irren als Binnenflüchtlinge durch den Südsudan. Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Die UN sprechen von einer der größten humanitären Krisen weltweit.