07.08.2015

Myanmar tritt Chemiewaffen-Konvention bei

epd
Den Haag (epd). Das südostasiatische Land Myanmar hat sich am Freitag der Chemiewaffen-Konvention angeschlossen. Damit sind 191 Staaten dem Abkommen beigetreten, das den Einsatz chemischer Waffen verbietet. Ahmet Üzümcü, Generaldirektor der Überwachungsorganisation OPCW, sprach in Den Haag von einem weiteren Schritt auf dem Weg zu einer Welt ohne Chemiewaffen. Die Konvention hat fast weltweit Geltung erlangt. Nur Angola, Ägypten, Israel, Nordkorea und der Südsudan sind ihr bisher nicht beigetreten. Myanmar hatte die Konvention im Juli ratifiziert, am Freitag trat sie in dem Land in Kraft. Die OPCW bekam für ihre Bemühungen um eine Chemiewaffenfreie Welt 2013 den Friedensnobelpreis. Die Organisation hat im vergangenen Jahr unter anderem Syrien dabei unterstützt, sein Chemiewaffen-Arsenal zu zerstören. Die Konvention untersagt die Produktion, den Einsatz und den Besitz von chemischen Kampfstoffen. Nach einem Giftgas-Einsatz bei Damaskus hatte die internationale Gemeinschaft Druck auf Syrien ausgeübt und erwirkt, dass das Land der Chemiewaffen-Konvention beitrat. In den vergangenen Tagen wurde aber über Chlorgas-Angriffe in Syrien berichtet. Am Freitag wurde erwartet, dass sich der UN-Sicherheitsrat in New York damit befasst.