29.09.2015

Horst Scheffler betont gemeinsames Friedensengagement von Kirchen und Friedensorganisationen

Dieter Junker
AGDF

Der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), Horst Scheffler (Zornheim), hat die Bedeutung des gemeinsamen Friedensengagements von evangelischen Landeskirchen und Friedensorganisationen unterstrichen. „Der Krieg ist nicht überwunden. Statt der auf der Weltversammlung der Kirchen in Amsterdam ausgesprochenen Einsicht, Krieg solle nach Gottes Willen nicht sein, erleben wir seit dem Ende des Ost-West-Konflikts eine Renaissance des Krieges im intellektuellen Denken und in der politischen Realität“, sagte Scheffler bei der Einführung von Detlev Besier in das Pfarramt für Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer.

Der AGDF-Vorsitzende verwies dabei auch auf die aktuelle Flüchtlingssituation. „Die Flüchtenden, die derzeit nach Europa und insbesondere nach Deutschland drängen, sind die notleidenden Opfer dieser Renaissance des Krieges“, betonte Horst Scheffler. Sie würden aus Ländern flüchten, die durch Krieg zerstört worden seien und in denen statt Gerechtigkeit, Recht und Ordnung jetzt Gewalt und Terror herrschten. Hier sei die evangelische Friedensarbeit in den Landeskirchen wie in den Friedensorganisationen gefordert.

Horst Scheffler lobte in diesem Zusammenhang auch, dass die Evangelische Kirche der Pfalz das Pfarramt für Frieden und Umwelt nach dem Ausscheiden des langjährigen Pfarrers Friedhelm Schneider nicht aufgelöst, sondern erhalten und wieder besetzt hat. Pfarrer Detlev Besier ist zugleich auch Vorsitzender der Friedensinitiative Westpfalz, die das jüngste Mitglied der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden ist.

Die AGDF mit Sitz in Bonn ist ein Zusammenschluss von 33 Organisationen und Institutionen, die alle mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Arbeitsprogrammen im In- und Ausland Friedensarbeit leisten.

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