Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

Afghanistan-Veteranen zwischen Trauma und Wut

Frankfurt a.M. (epd). Die Albträume sind zurück, die Panik und eine bodenlose Traurigkeit: Andreas Eggert geht es wieder schlechter - wie vielen, die für die Bundeswehr in Afghanistan waren.

Afghanistan: Militärbischof fordert weitere Bemühungen um Ortskräfte

Berlin (epd). Der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg hat die Bundesregierung aufgefordert, in ihren Bemühungen um in Afghanistan zurückgelassene Ortskräfte nicht nachzulassen. Viele seien zurückgeblieben, sagte Felmberg am Dienstag bei einem Fest der Kirchliche Friedensarbeit in Berlin. Sie alle verdienten „unser Interesse und unsere Solidarität“.

Menschenkette in Büchel: Abzug der Atomwaffen gefordert

Büchel (epd). Rund 800 Menschen haben am Sonntag am Fliegerhorst Büchel in der Eifel eine Menschenkette gegen Atomwaffen gebildet. Mit der Aktion forderten die Friedensbewegten im Vorfeld der Bundestagswahl den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot und den Abzug der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen. Organisiert wurde die Menschenkette von der Kampagne „Büchel ist überall!

Die Luftbrücke nach Kabul

Frankfurt a.M. (epd). Es war laut Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) der größte Evakuierungseinsatz der Bundeswehr: 5.347 Menschen flog die Luftwaffe aus Kabul aus, nachdem die Taliban die Macht am Hindukusch übernommen hatten. Die erste deutsche Militärmaschine erreichte am 16. August den Flughafen von Kabul.

Bundeswehr beendet Luftbrücke aus Afghanistan

Frankfurt a.M. (epd). Der Bundeswehreinsatz zur Evakuierung von deutschen Staatsbürgern, afghanischen Ortskräften und Bürgern anderer Staaten aus Afghanistan ist beendet. Die letzten Maschinen mit Bundeswehrsoldaten landeten am Freitagabend auf dem Luftwaffenstützpunkt Wunstorf bei Hannover, wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr auf Twitter mitteilte.

Mehr als 4.600 Menschen von Bundeswehr aus Afghanistan evakuiert

Berlin (epd). Der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr am Flughafen von Kabul schreitet voran. Am Dienstag seien 983 Menschen in die usbekische Stadt Taschkent geflogen worden, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwochmorgen auf Twitter mit. Das sei die höchste Zahl der Evakuierungen seit Beginn des Einsatzes vor mehr als einer Woche.

Käßmann kritisiert Haltung der Nato zu Afghanistan als "arrogant"

Frankfurt a.M. (epd). Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban gefordert, jetzt den Opfern der gescheiterten Afghanistan-Strategie zu helfen.

Protest gegen „Großen Zapfenstreich“ in Berlin

196 Personen und 24 Organisationen aus der Friedensbewegung, darunter auch die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, haben in einem Appell die Bundesverteidigungsministerin aufgefordert, den zur „Würdigung des Afghanistan-Einsatzes“ der Bundeswehr vorgesehenen „Großen Zapfenstreich“ in Berlin abzusagen. Auch wenn die für den 31.8.

Großer Zapfenstreich für Afghanistan-Soldaten wird verschoben

Berlin (epd). Der für den 31. August geplante Große Zapfenstreich für Soldaten und Soldatinnen aus dem Afghanistan-Einsatz wird verschoben. Das teilte das Bundesverteidigungsministerium am Donnerstag in Berlin mit. Als Grund nannte es die Evakuierungsmaßnahmen aus dem Land, auf die man sich derzeit mit voller Kraft konzentriere.