Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

89 Rechtsextreme seit 2011 in der Bundeswehr überführt

Berlin (epd). Seit 2011 hat die Bundeswehr einem Zeitungsbericht zufolge 89 Rechtsextremisten und 24 Islamisten in ihren Reihen überführt. Wie das Bundesverteidigungsministerium den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag) mitteilte, laufen in drei Fällen noch Verfahren. Alle anderen Betroffenen seien vorzeitig entlassen worden oder inzwischen aus dem Dienst ausgeschieden. 

Zeitung: Bundeswehr wirbt verstärkt an Schulen

Osnabrück (epd). Angesichts des Nachwuchsmangels verstärkt die Bundeswehr ihre Werbung und Personalrekrutierung vor allem in Schulen. Im vergangenen Jahr haben Jugendoffiziere und Karriereberater mehr Schüler und Jugendliche erreicht als im Vorjahr.

66 Prozent wünschen sich Zivildienst zurück

Hamburg (epd). Zwei Drittel (66 Prozent) der Deutschen sind dafür, den Zivildienst wieder einzuführen. Das ergab eine Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Splendid Research, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Sogar 85 Prozent aller Deutschen wollen ein solches Dienstjahr nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen verpflichtend machen.

Philosoph Bittner: Verteidigungspolitik ist Gefahr für Frieden

Bielefeld (epd). Der Bielefelder Philosoph Rüdiger Bittner hat die deutsche Rüstungs- und Verteidigungspolitik als Gefahr für den Frieden kritisiert. Leitlinie des Weißbuches der Bundesregierung zur Zukunft der Bundeswehr sei Sicherheit und nicht Frieden, erklärte Bittner am Mittwochabend in Bielefeld.

Kirchliche Friedensbeauftragte fordern eine Trendwende zu einer zivilen Friedenspolitik

Die Friedensbeauftragten von neun evangelischen Landeskirchen haben sich in Schreiben an Bundestagsabgeordnete, die in der vergangenen Legislaturperiode Mitglied im Haushalts- oder Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages waren, gewandt und sie darin aufgefordert, in der kommenden Legislaturperiode und bei den Koalitionsverhandlungen für die neue Bundesregierung die Forderung der NATO n

Gedenken an Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki

Berlin (epd). Mit mehreren Gedenkveranstaltungen ist am Wochenende in Berlin an die mehr als 200.000 Opfer der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki vor 72 Jahren erinnert worden. Am Samstag wurde an der Weltfriedensglocke im Berliner Volkspark Friedrichshain mit einer Nacht der Kerzen ein "Zeichen für das Leben gesetzt", wie es hieß.

Friedensverband beklagt steigende Zahl minderjähriger Soldaten

Bonn (epd). Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) kritisiert die steigende Zahl von Minderjährigen in der Bundeswehr. "Es ist erschreckend, dass die Zahl minderjähriger Soldaten ihren höchsten Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht erreicht hat", sagte die EAK-Referentin für Kriegsdienstverweigerung, Jasmin Schwarz, am Freitag in Bonn.

EAK: Hohe Zahl der minderjährigen Soldatinnen und Soldaten ist erschreckend

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat die hohe Zahl von Minderjährigen in der Bundeswehr scharf kritisiert. „Es ist erschreckend, dass die Zahl minderjähriger Soldaten ihren höchsten Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht erreicht hat“, betonte Jasmin Schwarz, die EAK-Referentin für Kriegsdienstverweigerung.

Bundeswehrsoldaten werden von Incirlik nach Jordanien verlegt

Berlin (epd). Die im türkischen Incirlik stationierten deutschen Bundeswehrsoldaten sollen nach Jordanien verlegt werden. Grund dafür sei, dass die türkische Regierung deutschen Parlamentariern keine Besuche bei den Soldaten ermöglicht, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Mittwoch in Berlin nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss.