Friedensinstitut begrüßt Ergebnisse vom Trump-Putin-Gipfel
Hamburg (epd). Das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Uni Hamburg (IFSH) sieht das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin positiv. Von großer Bedeutung sei, dass sich beide Regierungen auf eine baldige Verlängerung des New Start-Abkommens einigen, sagte Wolfgang Zellner, Vize-Direktor des IFSH, am Dienstag in Hamburg. "Chancen, die es gibt, sollten ergriffen werden." Der neue Start-Vertrag sieht vor, die strategischen Nuklearwaffen zu beschränken. Er zählt nach Einschätzung des Instituts zu den bedeutendsten Abkommen zur Rüstungskontrolle. Wird der Vertrag nicht verlängert, läuft er 2021 aus.
Von besonderer Bedeutung für Europa sei auch die Aufrechterhaltung des INF-Vertrages von 1987, der die Beseitigung aller atomaren Mittelstreckenwaffen der USA und Russlands vorsieht, betonte Zellner. Mit diesem Vertrag könne ein neues atomares Wettrüsten in Europa verhindert werden.
Wünschenswert seien auch neue Abmachungen, um militärische Zwischenfälle zu verhindern. Darüber könne sowohl im Forum für Sicherheitskooperation der OSZE als auch im Nato-Russland-Rat gesprochen werden. Zellner: "Vor allem müssen die Militärs beider Länder ihren Dialog wiederaufnehmen und intensivieren." In einem solchen Umfeld wären auch Fortschritte bei der Umsetzung der Minsker Abkommen zur Ostukraine denkbar.