Evangelische Kirche in Aachen sucht Wege zum Frieden

Aachen (epd). Der Kirchenkreis Aachen rückt in diesem Jahr das Thema Frieden in den Fokus. Superintendent Hans-Peter Bruckhoff forderte am Mittwoch in Aachen bei der Vorstellung des Themenjahres dazu auf, aktiv gewaltfreie Lösungen zu suchen. "Wir brauchen einen Paradigmenwechsel." Für 2018 habe der Kirchenkreis unter dem Motto "Frieden geht anders" deshalb eine Reihe von Veranstaltungen geplant, um neue "Schritte des Friedens und der Befriedung zu gehen".

"Wir haben eine jahrhundertlange Verantwortung an Krieg und Gewalt", sagte Bruckhoff. Dieser Schuld müsse man sich immer wieder bewusstwerden. Umso mehr sei es Aufgabe der Kirche, heute umzukehren zu einer "Kirche des gerechten Friedens". Der leitende Theologe des Kirchenkreises bezog sich auf das "Friedenswort" der Evangelischen Kirche im Rheinland, das die Landessynode in der vergangenen Woche in Bad Neuenahr zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 verabschiedet hat. Bruckhoff betonte, eine Aufgabe sei es, an der Ächtung aller chemischen und militärischen Waffen zu arbeiten.

Einer der Schwerpunkte des Themenjahrs soll die Ausstellung "Frieden geht anders" sein, die gelungene Beispiele von Friedensarbeit präsentiert und mit modernen Medien vermittelt. Zudem soll es Lehrerfortbildungen zum Konflikt- und Friedenspotential von Religionen geben. Das Jugendreferat plant eine Reise auf der umgekehrten "Balkanroute" von Aachen nach Lesbos, auf der sich junge Erwachsene mit der Flüchtlingspolitik auseinandersetzen sollen. Auch christlich-jüdisch-muslimische Dialoge sowie Vorträge zu den Themen Krieg, Gewalt und Waffen sind vorgesehen.